04.10.2014, 09:55 Uhr

Interview mit Bürgermeister Illing

BAD BLEIBERG (nic). Die WOCHE sprach mit Bleibergs Bürgermeister über seine Pläne, Ziele und Gedanken.
WOCHE: Stehen Sie für eine vierte Amtsperiode zur Verfügung?
ILLING: Die ULB in Bad Bleiberg bemüht sich bereits seit einiger Zeit um einen Generationswechsel. Daher gibt es junge Menschen, wie Christian Hecher, die verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen sollen. Aber wenn man mich fragen sollte, ob ich noch einmal kandidiere, stehe ich zur Verfügung.
Wann fällt die Entscheidung?
Die Abstimmung erfolgt intern und gemeinsam im Laufe des Herbsts dieses Jahres.
Worauf sind Sie rückblickend besonders stolz?
Der Wahlsieg und die Mehrheit der ersten Wahl waren ein Riesenerfolg. Durch die ULB-Politik hat Bleiberg die Übernachtungszahlen auf rund 150.000 Belegungen pro Jahr gesteigert (Ansiedlung des Kurzentrums). Das Wasserleitungs- und Kanalnetz wurde erneuert und einiges mehr.
Was war die bisher größte Niederlage?
Das Zusperren der Therme Bad Bleiberg im Februar dieses Jahres hat weh getan, aber es musste sein. Ohne Investor und Neubau hat das Bad keine Zukunft.
Ist die Suche nach einem Investor auch Ihr wichtigstes Ziel?
Das ist sicher wichtig und es ist egal, wer ihn findet, aber es gibt auch andere wichtige Ziele. Nachdem wir bereits erfolgreich unsere Volksschulen zusammengelegt haben, ist es mir unverständlich, dass wir in Bleiberg für eine Zusammenlegung der VS und der NMS kein grünes Licht bekommen. Der Erhalt der NMS ist extrem wichtig, deshalb unsere Unterschriftenaktion.
Falls es nach der Wahl keine eindeutigen Mehrheiten gibt, wer wird dann Ihr Koalitionspartner?
Wir in der ULB sind fast alle ehemalige Sozialdemokraten, daher sind wir da offen. Ich kann mir grundsätzlich jede Koalition im Dienst der Sache vorstellen.
Was ist Ihnen im persönlichen Bereich besonders wichtig?
Dieses Jahr ist ein Jahr der Umbrüche. Ich werde meinen Sechziger feiern. Ich weiß, dass meine Töchter ihr Studium beendet haben und mich zukünftig in der Apotheke unterstützen werden. Privat sind mir meine Hunde sehr wichtig. Mit meiner Lebensgefährtin verbringe ich Zeit auf erdgeschichtlichen Spuren in den Julischen Alpen und in der Natur.
Was raten Sie Ihrem möglichen Nachfolger?
Er sollte sich die Entscheidung für Kandidatur und Amt nicht leicht machen. Der zeitliche Einsatz ist hoch und muss sich, gerade bei einem jungen Menschen, mit dem hauptberuflichen Engagement vereinbaren lassen.
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