20.12.2017, 13:10 Uhr

Projekte 2018: Was die Gailtaler Gemeinden vorhaben

Die Wirtschaft stärken steht für Walter Hartlieb im Fokus (Foto: KK)

Auch für das Jahr 2018 sind in den Gemeinden wieder viele Vorhaben, Projekte und Neuerungen geplant. Teil 1.

GAILTAL (iz). Die 12 Gemeinden im Gailtal haben sich für das kommende Jahr einiges vorgenommen. Den Anfang machen Dellach, Bad Bleiberg und Kötschach-Mauthen.

Projekte Dellach

Die Jahre 2018 bis 2020 werden sich in der Gemeinde Dellach bedingt durch die Kanalarbeiten, der Infrastruktur wie Straßensanierung und Glasfaserkabel sowie Adaptierung der Trinkwasserleitungen und des Ortsbeleutungskonzeptes widmen.

Projekt GeoPark
"Die Gemeinde wird darüber hinaus im Rahmen eines Interreg Projektes mit dem Geopark Karnische Alpen gemeinsam, die Konzeptierung und Errichtung eines für Wechselausstellungen (Geologie und Archäologie) geeigneten Raumes im 1. Stock des Gemeindegebäudes forcieren", so Bürgermeister Johannes Lenzhofer. Hier sollen ab Herbst 2018 mit einer "Geologischen Ausstellung" beginnend und in Folge dann abwechselnd, spannende Geschichten präsentiert werden. Lenzhofer: "Da die Alleinstellungsmerkmale des Geoparks für unsere Gemeinde gemeinsam mit den Arbeiten des Historischen Vereines sehr erfolgreich sind, wird hier in eine gemeinsame Projektarbeit investiert. Kleine Schritte und diese stetig sind das Bemühen der Gemeinde für eine lebens- und familienfreundliche Zukunft."


Projekte Bad Bleiberg

"Wir sind stolz, dass nicht nur die Gemeinde, sondern auch Private viele Projekte in unserem Tal umsetzen – und dass wir als Draufgabe noch einen sehr bekannten Gesundheitsbetrieb bei uns im Tal ansiedeln konnten", sagt Bürgermeister Christian Hecher. Denn nach mehreren Verhandlungen und Zusammentreffen ist es jetzt gelungen, dass sich die Gemeinde mit der bekannten Humanomed Gruppe geeinigt hat, sich in Bad Bleiberg niederzulassen, um ein weiteres Humanomed Gesundheits- und Rehazentrum zu errichten. Die Gruppe hat vor wenigen Tagen den Bleibergerhof käuflich erworben. Zusätzlich wurde der Heilklimastollen Friedrich gekauft und auch künftig will man in Bad Bleiberg weiter investieren.

Brücken und Straßen

Des Weiteren sind für 2018 diverse Brückensanierungen im Gemeindegebiet geplant. "Durch eine Vielzahl an Brücken, die bereits in die Jahre gekommen sind, ist auch hier Handlungsbedarf. 2017 wurden schon Sanierungen durchgeführt und dies wird 2018 fortgesetzt", weiß Hecher zu berichten. Die Straßen- und Wegbezeichnungen werden im gesamten Gemeindegebiet erneuert. Ein bereits vor Jahren anvisiertes Projekt soll nun seine Umsetzung finden.
In den letzten Jahren wurde bereits begonnen jährlich die Gemeindestraßen zu sanieren. Auch für 2018 soll diese Bauoffensive fortgesetzt werden. "Besonders erfreulich ist, dass in den letzten Jahren mehrere Teilabschnitte der Bleiberger Straße L35 durch erfolgreiche Verhandlungen mit dem Land Kärnten saniert werden konnten. Die Gespräche für weitere Sanierungen laufen bereits", sagt Hecher. Darüber hinaus wird für den Bauhof ein Kommunalgerät angeschafft.

EDV
In Zusammenarbeit mit dem "KärntnerSchulNetz" und dem Schulreferenten, Vizebürgermeister Thomas Michenthaler erhält die Volksschule im Schuljahr 2017/2018 eine technisch zeitgemäße EDV-Ausstattung. Im Zuge dessen werden auch im Konferenzzimmer zwei neue Computer installiert, sowie ein eigener Serverraum eingerichtet

Glasfaser für Bad Bleiberg
A1 hat sich im Rahmen der öffentlichen Ausschreibung des Bundes durchgesetzt und erweitert das Breitbandnetz in Bad Bleiberg. "Durch den geförderten Ausbau erhalten rund 880 Haushalte glasfaserschnelles Internet mit spürbar schnelleren Datenübertragungen bis zu 120 Mbit/s sowie die Möglichkeit, mit A1TV Kabelfernsehen in hochauflösender Qualität zu empfangen", freut sich der Bürgermeister. Die Arbeiten werden bis spätestens Ende 2019 umgesetzt sein. Hecher: „Wir haben in Bad Bleiberg zahlreiche Klein- und Mittelbetriebe, die von der leistungsfähigen Kommunikationsanbindung profitieren werden, aber auch private Anwender werden den Zugang zu schnellerem Internet nutzen."

Projekte Kötschach

Aufgrund der überraschenden Schließung des Modine Werkes in Kötschach-Mauthen mit der Kündigung von 146 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter liegt der Schwerpunkt im kommenden Jahr in der Gemeinde Kötschach ganz klar im regional wirtschaftlichen Bereich. "Gemeinsam mit allen politischen Verantwortlichen in der Gemeinde, Region und im Land Kärnten sowie allen, die hier einen positiven Beitrag leisten können, soll eine rasche Nachnutzung des gesamten Areals des Werkes gefunden werden", so Bürgermeister Walter Hartlieb.

Gewerbegebiet
Ebenso beschäftigt man sich seit längerem mit einem Gewerbegebiet im Bereich des ehemaligen Bahnhofareals Kötschach-Mauthen. Neben den Gesprächen mit Land Kärnten und ÖBB für einen Erwerb der Grundstücksflächen wird ein raumplanerisches Gutachten und Erschließungskonzept bereits ausgearbeitet. Diese Flächen sind bestens für Betriebsansiedelungen geeignet. Desweiteren findet das EU-Leaderprojekt mit die Entwicklung einer Dachmarke Kötschach-Mauthen, dem Aufbau und die Umsetzung eines Ortsmarketingkonzeptes sowie die Reduzierung von Leerflächen im Rahmen eines professionellen Leerflächenmanagements, welches wir gemeinsam mit einer AKTIV-Gruppe aus Wirtschaft, Tourismus und Landwirtschaft bearbeiten, im Fokus unseres Engagements stehen.

Hochwasserschutz
Neben den bereits laufenden Hochwasserschutzprojekt "Laaser-Lammerbach, den Lawinenverbauungsprojekten "Peterlahner" und "Schwarzbrunn" sollen Straßeninstandhaltungen, der Sanierung des ländlichen Wegenetzes wie auch die technische und finanzielle Genehmigung des Hochwasserschutzprojektes "Schießhütten- und Forstgartenbach" durch das Bundesministerium für einen Baubeginn frühestens ab 2019 umgesetzt werden.

Wohnprojekt

Der Baubeginn für ein Wohnprojekt mit barrierefreien Kleinwohnungen wie auch ein neues Computernetzwerk in der Volksschule sind in Vorbereitung. Die Fertigstellung des FF-Haus Würmlach ist ebenso ein Schwerpunkt, wie diverse Instandhaltungsinvestitionen in der Aquarena und im Rathaus über die gemeindeeigenen Gesellschaften. Der Breitbandmasterplan wird fertiggestellt und versucht die strategische Ausrichtung für die sukzessive Umsetzung nach örtlichen Clustern zu erreichen.
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