09.10.2017, 20:00 Uhr

Stadtgemeinde Hermagor sichert sich Förolacher Wasser für Generationen

Stadtrat Günter Pernul, Bürgermeister Siegfried Ronacher, Helmut Wilscher und Luca Burgstaller mit zwei jungen Bürgern (Foto: KK)

Wasser aus dem Förolacher Stollen ist der Stadtgemeinde Hermagor zur Entnahme jetzt zugesichert.

HERMAGOR, FÖROLACH. Per Wasserrechtsbescheid ist die Wasserentnahme aus dem Förolacher Stollen für die Stadtgemeinde Hermagor-Pressegger See für Jahrzehnte gesichert. Klares, kühles, sauberes Wasser aus nahen Quellen – jederzeit verfügbar sprudelt es aus unseren Wasserleitungen. Damit dies in der Gemeinde weiterhin so bleibt, wurde dies nun per Bescheid fixiert.


Entnahme genehmigt

Seit 19. Juni 2017 ist der dazu nötige Bescheid gültig und somit ist gesichert, dass die Stadtgemeinde Hermagor-Pressegger See 30 Sekundenliter Wasser aus dem Förolacher Stollen, der im Besitz von Unternehmer Hanno Soravia als Bergbahnberechtigter ist, entnehmen wird.


Fakten zum Vorverlauf

Im Jahre 2007 wurde vom Landeshauptmann die wasserrechtliche Bewilligung in Form einer Wiederverleihung erteilt. Aus dem sogenannten TCW-Stollen Förolach, Trink-, Nutz- und Feuerlöschwasser im Ausmaß von 5 l/s zu entnehmen und eine UV-Entkeimungsanlage zu betreiben. Die Wassernutzungsbewilligung wurde laufend verlängert. Da aber der Bedarf an frischem Trinkwasser für die Versorgungsbereiche der Ortschaften Pressegger See, Presseggen und Paßriach stetig anstieg, wurde um eine Erhöhung der Bedarfsdeckung angesucht.

Sicherheit gegeben

„Somit ist sauberes, frisches und ausreichendes Wasser für Generationen gesichert“, freuen sich Bürgermeister Siegfried Ronacher mit Stadtrat Günter Pernul und Helmut Wilscher, die für die Zukunft ausschlaggebende Weichenstellung verantwortlich zeichnen. „Und auch für die zukünftige Weiterentwicklung der Region ist die „fließende“ Wasserversorgung ebenso ausschlaggebend und wichtig“, gibt Bürgermeister Ronacher zu bedenken.

Wert erkennen

Trinkbares und jederzeit verfügbares Wasser ist in unseren Breiten eine Selbstverständlichkeit. Eine Selbstverständlichkeit, für die wir allerdings sehr dankbar sein müssen. In zahlreichen Teilen der Welt ist frisches, klares Wasser Mangelware, für Großkonzerne ein beliebtes Spekulationsobjekt und Wasserkriege sind unabwendbar. Wasser legt teils Unmengen an Transportkilometern zurück und die Aufbereitung von Trinkwasser gestaltet sich sehr schwierig. Weiters erfordert sie entsprechende Technik sowie Geldmittel. "Wasser ist kostbar. Halten wir uns das vor Augen, wenn wir das nächste Mal den Wasserhahn aufdrehen, gerade in Sommern mit Trockenperioden, wie es heuer der Fall war", so Ronacher.
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