09.09.2014, 12:30 Uhr

"Wir arbeiten auf Platz zwei hin"

Stadträtin Irmgard Hartlieb (ÖVP) wünscht sich, dass mehr Frauen in der Polititk eingesetzt werden, auch im Gemeinderat

Stadträtin Irmgard Hartlieb (ÖVP) tritt bei der Gemeinderatswahl 2015 an.

HERMAGOR. Hartlieb im Gespräch über ihre Arbeit und Zukunftspläne.
WOCHE: Welche Projekte haben in Ihren Ressorts Dringlichkeit?
HARTLIEB: Vorrangig die Errichtung und Inbetriebnahme des Interregprojektes "Im Reich der Seehexe" noch in diesem Herbst. Ebenfalls muss es endlich die von Bürgermeister Ronacher angekündigte Generalsanierung des Strandbades Hermagor-Pressegger See geben. Wichtig ist mir auch die Umsetzung unseres einheitlichen Beschilderungskonzeptes in den restlichen Orten der Stadtgemeinde.
Mit welchen Anliegen kommen die Bürger am häufigsten auf Sie zu?
Durch meine berufliche Tätigkeit als Steuersachbearbeiterin gibt es viele Fragen der Bürger an mich im Bereich von steuerlichen Angelegenheiten – besonders im Bereich der Arbeitnehmerveranlagung, da die gesetzlichen Vorschriften immer komplizierter und unüberbrückbarer werden. Ich könnte mir vorstellen, dass die Stadtgemeinde hier kompetente Beratungsleistungen in den jeweils einzelnen Fällen und nicht nur allgemeine Informationen in Form von Vorträgen zur Verfügung stellt.
Wo klaffen Wünsche der Bürger und die Umsetzung dessen aufeinander?
Durch finanzielle Engpässe und Sparmaßnahmen in der Gemeinde sind nicht immer alle Forderungen und Wünsche umsetzbar. Dies führt natürlich zu Reibunspunkten und Unzufriedenheit. Daher brauchen wir gerade in diesen schwierigen Zeiten Mandatare, die diesen großen Herausforderungen gewachsen sind.
Wie erleben Sie die Arbeit im Gemeinderat?
Ich bin mit der Zusammenarbeit zufrieden und schätze die fachlichen Diskussionen zu den verschiedenen Angelegenheiten. Daher verwundert es mich, dass ein von mir geschätzter Stadtratskollege kürzlich die Aussage getätigt hat, dass die Politik Sommerpause hält. Als Bäderreferentin muss ich mich energisch dagegen wehren. Auch im Sommer nehme ich meine Aufgaben täglich und vor Ort, entweder in den Strandbädern oder in der Gemeinde, wahr.
Welche Chancen für die ÖVP rechnen Sie sich bei der Wahl im März aus?
Dass wir von Platz drei auf zwei vorrücken. Darauf arbeiten wir auch hin.
Was wünschen Sie sich von der Landespolitik?
Weniger parteipolitisches Hickhack, sondern bessere, sachliche und konstruktive Zusammenarbeit für die Anliegen der Kärntner. Als Landesleiterin der Kärntner Frauenbewegung fordere ich die Landespolitik auf, mehr Frauen in politische Funktionen und Ämter einzusetzen.

Zur Sache

Hartlieb konnte in ihrer bisherigen Amtsperiode folgende Projekte umsetzen: die Errichtung der Müllinsel am Stadtfriedhof Hermagor, die Umsetzung eines einheitlichen Beschilderungskonzeptes mit Parkplatzleitsuchsystem in der Stadt, die Sanierung des Honditschkreuzes und der Gefallenenkapelle in Obervellach, die Sanierung des Kriegerdenkmales in Hermagor, ein neues Kassensystem und neue Pächter für das Gastlokal und den Eisstand im Strandbad Hermagor-Pressegger See, einen neuen Pächter für das Strandbad Paßriach (Bad und Gastlokal) lukrieren, Unterstützung bei der umfangreichen Sanierung des Sanitärbereiches im Strandbad Paßriach.

Zur Person
Name: Irmgard Hartlieb

Geb. 10.4.1962

Wohnort: Presseggen

Ausbildung: Lehre als Großhandelskauffrau, danach Aus-und Fortbildung zur Lohn- und Steuersachbearbeiterin in der Confida GmbH.

Einstieg in Politik mit der Gemeinderatswahl 2009
Gemeinderätin bis Mitte 2010, dann Stadträtin bei der Stadtgemeinde Hermagor.

Referate:
Städtische Betriebe (Bäder, Bestattung), Friedhöfe, Denkmäler, Seesanierung, Beschilderungskonzepte.

Ab 2010 Orts-und Bezirksleiterin in Hermagor der Frauenbewegung Kärnten, ab März 2014 Landesleiterin der Frauenbewegung Kärnten.
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