30.11.2016, 11:40 Uhr

Hier sind Mutter und Baby gut aufgehoben

Hebamme Barbara Suntinger ist eine Verfechterin der frauenzentrierten Geburtshilfe und bietet diese in ihrer Praxis an

Barbara Suntinger hat sich mit einer Hebammenpraxis selbständig gemacht.
Von Iris Zirknitzer

UNTERVELLACH. Seit über 20 Jahren ist Barbara Suntinger in der Geburtshilfe tätig. Nach der Hebammenausbildung in Klagenfurt war die gebürtige Bergerin im Krankenhaus Spittal an der Drau an der Geburtenstation gut vier Jahre lang tätig.
1999 kam Barbaras Sohn auf die Welt, 2002 bekam sie ihr zweites Kind, eine Tochter. Nach der Karenzzeit begann Suntinger freiberuflich als Hebamme zu arbeiten und war im Gailtal sowie im gesamten Oberkärntner Raum mobil unterwegs.

Schritt in die Selbständigkeit

Im Anschluss an eine Fortbildung reifte in ihr der Gedanke eine eigene Gebärpraxis zu eröffnen: Im Mai 2016 war es so weit. Suntinger eröffnet die Hebammenpraxis „Sisana“. Das Wort steht für Sicher – Sanft – Natürlich. Damit bietet Suntinger ab sofort neben der Hausgeburtsbegleitung auch Praxisgeburten an und berät und begleitet werdende Eltern im Bezirk Hermagor, den umliegenden Gemeinden und in ganz Oberkärnten.


Umfassende Dienstleistungen

Zu den Serviceleistungen der Hebamme zählt unter anderem die Metamorphische Massage. Diese hat sich aus der Fußreflexzonenmassage entwickelt und wird schwangerschaftsbegleitend und nachgeburtlich bei Mutter und Baby angewendet. Weiters bietet Suntinger hochwirksame Laserbehandlungen an. Diese werden vorwiegend zur Linderung von Schmerzen eingesetzt. Unterstützend dazu berät die Hebamme werdende Mütter bei verschiedensten Beschwerden mit Homöopathie und Schüssler Salzen. Auch Beratung zu Baby-Tragetüchern kann in Anspruch genommen werden.

Selbstbestimmt gebären

Die Entscheidung, eine eigene Praxis zu eröffnen, hat sich für Barbara, die seit Jahren im Gailtal ansässig ist, aus einem pragmatischen Gedanken heraus ergeben: „Ich bin eine überzeugte Vertreterin der frauenzentrierten Geburtshilfe – natürlich und selbstbestimmt. In einer positiven Atmosphäre können sich werdende Mütter meist besser entspannen. Dadurch erleben sie die Geburt als angenehmer und positiver – das wirkt sich wiederum auf das Wohlbefinden des Babys aus“, erklärt die Expertin.
Vielfach geistert noch immer die Meinung herum, eine klinische Geburt sei die sicherste Variante. Dass dem nicht so ist, macht Suntinger deutlich: „Haus- oder Praxisgeburten sind für Mutter und Baby genauso sicher, jedoch bei größerer Zufriedenheit der Mütter durch die 1:1-Betreuung und manche Eingriffe, die in der Klink während einer Geburt durchgeführt werden, sind nicht notwendig, haben Studien nachgewiesen."


Sicherheit geben

In der zivilisierten Welt verbindet man Geburt meist mit Schmerzen, Ausgeliefertsein und Angst. „Ich möchte Frauen ermutigen und stärken, damit sie die Geburt wieder als etwas Natürliches und Kraftvolles erleben können – dazu gehört auch, dass man der werdenden Mutter beim Gebären entsprechend Zeit lässt und sie nicht unter Druck setzt. Vor allem aber soll die Frau selbst bestimmen dürfen, wie sie ihr Kind zur Welt bringen möchte“, so die Hebamme.
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