14.10.2014, 17:00 Uhr

"Jugend ist die Zukunft unserer Region"

Bischof Alois Schwarz gastierte im Rahmen der Kontaktwoche in der WK Hermagor.
Von Iris Zirknitzer

HERMAGOR. Unter dem Motto „Perlen des Glaubens“ fand im Dekanat Hermagor die Kontaktwoche der katholischen Kirche Kärnten statt. Im Rahmen dieser Begegnungswoche machte Diözesanbischof Alois Schwarz auch Halt in der Wirtschaftskammer Hermagor. „Beruf kommt von Berufung“, lautete der Titel dieser Begegnung, die im Zeichen der „Perle des Könnens“ stand.
Neben Bischof Schwarz fanden sich am runden Tisch Vertreter der Katholischen Kirche, der Wirtschaft, Unternehmer und Lehrlinge ein (s. Info-Box unten). Bei der Begegnung stand das Thema Arbeit und Jugend in der Region im Mittelpunkt.

Menschlichkeit
Schwarz betonte einleitend die Rolle des Unternehmers: „Ein Meister sein bedeutet, die Herausforderungen meistern, wirtschaftlich und menschlich. Unternehmer müssen auch die persönlichen Schicksale ihrer Mitarbeiter mittragen. An meinem Arbeitsplatz sollte ich als Mitarbeiter auch ein würdiger Mensch sein dürfen.“ WK-Obmann Hannes Kandolf hob die Bedeutung der wirtschaftlichen Prosperität hervor: „Jeder Arbeitsplatz in der Region ist kostbar, daher muss man stets erfinderisch sein, wie Gemeinden Arbeitsplätze schaffen können und wie wir Betriebe ansiedeln können.“

Lehrlinge wichtig
"Wichtig für unsere Region sind auch jene Betriebe, die Lehrlinge ausbilden", warf WernEr Plasounig, Leiter der WK Hermagor ein. Geschäftsführerin Erni Gratzer, Firma Zoppoth Heiztechnik: „Wir brauchen Facharbeiter, aber diese muss man selbst ausbilden, dann habe ich Qualität.“ Lehrlingsausbilder Wolfgang Patterer (Authaus Patterer) meint: "Ich habe schon vor vielen Jahren erkannt, dass die Jugend für die Arbeit in der Region die Zukunft ist.“

Duale Ausbildung
Für Franz Jost vom AMS Hermagor ist vor allem die duale Ausbildung der Lehrlinge eine große Chance, um einen guten Facharbeiter-Nachwuchs sicherzustellen. „Durch diese Form der Ausbildung bleiben die Mitarbeiter immer am aktuellen Stand.“
Plasounig, Kandolf, Jost, Patterer, Gratzer und Dorfer waren sich vor allem dabei einig, dass Verlässlichkeit ein maßgeblicher Faktor ist, um eine Arbeitsstelle zu bekommen oder diese beizubehalten. Ebenso spielen die soft skills, die sozialen Kompetenzen, eine tragende Rolle bei der Bewerbung in der Arbeit im Team. Gratzer: "Den Jugendlichen müssen diese vom Elternhaus mitgegeben werden." Wichtig sei auch, so Gratzer und Plasounig, "dass Eltern ihre Kinder entscheiden lassen sollen, welchen Beruf sie wählen.“

Fremde "Luft" schnuppern
Ihren Beruf frei wählen durften auch jene Lehrlinge, die dem runden Tisch beiwohnten (Namen s. Info-Box). Einige begannen sofort nach der Pflichtschule bzw. dem 9. Schuljahr mit der Lehre, andere wiederum brachen eine Schule ab, da für sie schlussendlich eine Lehre attraktiver war. Sie alle betonten glücklich zu sein, in der Region eine Lehrstelle zu haben. Etliche davon schließen nicht aus, für einige Zeit auch mal außerhalb des Tales zu arbeiten, "um Erfahrungen woanders zu sammeln und einfach mal zu sehen, wie es woanders ist", so die Jugendlichen.

ZUR SACHE:


Am runden Tisch nahmen teil: Bischof Alois Schwarz, Iris Straßer, Präsidentin der Katholischen Aktion, Waldraud Kraus-Gallob, Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft für Organisations-Entwicklung und Gemeinde Beratung in Österreich (AGÖ)/Regionalreferentin Regionalstelle Hermagor/Villach-Land,
Diözesanreferent Leo Kudlicka, Matthias Obertautsch, Geschäftsführer der Katholischen Jugend Kärnten, Diözesanjugendseelsorger Gerhard Simonitti, Stadtpfarrer von Hermagor, Dechant Günther Dörflinger, Peter Ebenberger, Pfarrgemeinderatsobmann Hermagor, Franz Jost, stellv. Leiter AMS Hermagor, WernEr Plasounig, Leiter der WK Hermagor, WK-Obmann Hannes Kandolf, Erni Gratzer, Geschäftsleiterin Firma Zoppoth, Lehrlingsausbildner Wolfgang Patterer und Gerald Dorfer vom Autohaus Patterer, die Lehrlinge Benjamin Presslauer, Andre Stratznig, Patrick Jost, Johannes Binter, Clemens Oberdünhofen.


ZUR SACHE:
Unter dem Motto "Perlen des Glaubens" fand vom 4. bis 12. Oktober im Dekanat Hermagor die diesjährige Kontaktwoche der Katholischen Kirche Kärnten statt.

Im Zuge dieser Begegnungswoche wohnte Bischof Alois Schwarz (Foto) vielen Veranstaltungen, die in dieser Woche dazu stattfanden, bei. U.a. machte der kirchliche Würdenträger auch Station in der Wirtschaftskammer Hermagor.

Unter dem Motto "Perlen des Könnens" kam es dabei zur Begegnung mit Lehrlingen und Ausbildnern aus den Betrieben der Region.
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