25.10.2017, 15:00 Uhr

Nahversorger sichern Versorgung

LR Christian Benger bei der Übergabe im Adeg Einetter (Foto: Büro LR Benger)

Nahversorgerförderung 2017 unterstützt mit 200.000 Euro aus Wirtschaftsreferat Versorgungs-Infrastruktur im ländlichen Raum.

KIRCHBACH. Die Nahversorgerförderung, die Landesrat Christian Benger ins Leben gerufen hat, findet rege Abnehmer. Vorige Woche war Benger persönlich im Gailtal und überbrachte die Förderzusage an den Adeg Einetter in Kirchbach und dem Dorf-Laden in Grafendorf. 3.000 Euro fließen insgesamt von Landesseite als Unterstützung an die beiden Nahversorger. Auch die Gemeinde unterstützt die Geschäfte.

Eigeninitiative nötig

„Der Dorf-Laden in Grafendorf ist ein Beispiel dafür, wie wichtig Eigeninitiativen gerade in den Tälern und Gemeinden sind. Vor 17 Jahren hat das Adeg-Geschäft zugesperrt, aber die Grafendorfer haben sich nicht geschlagen gegeben“, berichtet Benger. Auf Basis eines Vereins und nach dem klaren Votum der Bürger vor Ort für einen Nahversorger wurde 2001 im ehemaligen Adeg-Geschäft der Dorf-Laden errichtet. Fünf Mitarbeiter haben damit zum Teil als Teilzeitbeschäftigte vor Ort ihre Arbeit. Karin Thurner führt den Laden. Von Anfang an hat man auf regionale Produkte gesetzt und beispielsweise ein eigenes Honig-Regal aufgestellt.
Der Adeg Einetter in Kirchbach wurde 2013 eröffnet, nachdem ein Jahr lang kein Nahversorger vorhanden war. 230.000 Euro hat Erwin Einetter in das Geschäft investiert und fünf Mitarbeiter finden vor Ort einen Arbeitsplatz. Der Adeg ist ein klassischer Nahversorger mit einem besonderen Schwerpunkt auf regionalen Produkten. Auch die Produkte der „Gailtaler Mundart“, einem Zusammenschluss von Direktvermarktern aus dem Gailtal, werden im Geschäft angeboten.
Mit den Förderungen für beide Geschäfte werden die Personalkosten unterstützt.

Zur Sache
Schon im Vorjahr wurden laut Benger mit 146.000 Euro die Nahversorger-Infrastruktur und Arbeitsplätze gesichert. „Die Nahversorger-Förderung hat einen Mehrfachnutzen: für den Betrieb, die Mitarbeiter und die Bewohner im jeweiligen Umkreis. Nahversorger sind nicht nur Versorger, sondern immer mehr Kommunikationszentren im Ort“, bekräftigt Benger.

2017 wurde die Nahversorger-Förderung fortgesetzt, das Budget hat Benger auf 200.000 Euro aufgestockt und zusätzlich wurde ein Regionalitäts-Bonus eingeführt. Erstmals können Fleischereien und Bäckereien ansuchen. „Regional Regionales einkaufen, lautet das Motto. Wenn Nahversorger ein eigenes Regional-Regal einrichten, erhalten sie zusätzlich zur Förderung einen Bonus, wenn auch die Gemeinde dieses Vorhaben unterstützt. Von Landesseite verdoppeln wir den Gemeindebetrag“, erklärt Benger. Das Ziel sei klar: der regionale Wirtschaftskreislauf müsse in Schwung bleiben und der Nachfrage nach regionalen Lebensmitteln könne man so besser gerecht werden.

2016 wurden 60 Nahversorger in Kärnten unterstützt, die gemeinsam einen Nettoumsatz von 31 Mio. Euro aufweisen und 242 Mitarbeiter konnten abgesichert werden, weil nicht nur Investitionen sondern auch Personalkosten gefördert wurden. Die jeweiligen Gemeinden haben den Landesbetrag mit 176.000 Euro aufgestockt. In Summe haben die Nahversorger 455.000 investiert.
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