12.04.2016, 08:20 Uhr

Psychologische Hilfe und Beratung für Kids

In Lienz führt Martina Gsaller bereits eine Praxis. Nun ist sie auch im Gailtal als Kinder- und Jugendpsychologin tätig

Martina Gsaller eröffnet in Kötschach Praxis für Kinder-und Jugendpsychologie.

KÖTSCHACH-MAUTHEN. In Lienz führt Martina Gsaller bereits seit 2011 eine eigene Praxis für Kinder- und Jugendpsychologie. Ab sofort bietet sie auch im Gailtal ihr Service an. Gsaller steht einmal wöchentlich – jeden Mittwoch – im Rathaus in Kötschach-Mauthen ihren Klienten zur Verfügung.

Leistungsspektrum
Die gebürtige Lienzerin ist ausgebildete Pädagogin, Klinische und Gesundheitspsychologin und kann auf langjährige praktische Erfahrungen in der Beratung und Behandlung von Kindern und Jugendlichen sowie in der Elternberatung zurückgreifen. Ihre Leistungen umfassen Diagnostik und psychologische Beratung, Behandlung von Kindern und Jugendlichen sowie Elternberatung und Elterntraining. Auch als Coach fungiert die Osttirolerin.

Spezialgebiet

Ihr Spezialgebiet ist die Traumabehandlung (EMDR) und Krisenintervention, insbesondere nach Verkehrsunfällen und diversen anderen Unfällen, nach Operationen, schweren medizinischen Eingriffen, bei Verlusten wie Trennung, Scheidung oder Tod, aber auch nach Erlebnissen durch Naturkatastrophen (Brände usw). Gsaller behandelt auch Trauma-Erlebnisse, die bereits mehrere Jahre zurückliegen. Die Psychologin berät und behandelt Kinder und Jugendliche mit Schulproblemen, Konzentrations- und Aufmerksamkeitsproblemen, motorischer Unruhe, Schlafstörungen und Alpträumen, diversen Ängsten, mangelndes Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl, Einnässen, aggressivem Verhalten und Wutausbrüchen, depressiven Symptomen, Sprech- und Kontakthemmungen, Verhaltensauffälligkeiten, psychomatischen Beschwerden sowie unerklärliche Kopf- und Bauchschmerzen.
Eltern sind Partner
Wesentlich für eine erfolgreiche Behandlung ist für die Expertin die Zusammenarbeit mit den Eltern. „Besonders bei jüngeren Kindern ist es wichtig, die Erziehungsberechtigen in die psychologische Beratung und Behandlung mit einzubeziehen. Eltern sind wichtige Bezugs- und Vertrauenspersonen, daher findet die Hauptarbeit auch mit ihnen statt. Mutter und Vater kennen ihr Kind am besten. Sie können somit wertvolle Informationen geben, die für die Behandlung relevant sind“, so Gsaller, die Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren betreut und psychologisch behandelt.

Wohlfühlambiente
Großes Augenmerk legt die Psychologin auf ein Ambiente, in dem sich die Kinder wohlfühlen.
Gsaller: „Bereits beim ersten Kontakt im Praxisraum können sie auf Entdeckungsreise gehen, um sich so mit den therapeutischen Materialien spielerisch zu beschäftigen.“


Drei Fragen an

Kinder- und Jugendpsychologin Martina Gsaller.

WOCHE: Warum ist es ratsam, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen? Was passiert, wenn man dies nicht macht?
GSALLER: Nimmt man die Symptome nicht ernst und "übergeht" diese, wird der Leidensdruck für Patienten oft größer. Das kann dazu führen, dass sich die Kranhkeit noch mehr manifestiert – die Symptome können sich verstärken oder verlagern und es kann weiters dadurch zu schweren Folgeerscheinungen kommen.

WOCHE: Nehmen die Menschen heutzutage psychologische Hilfe eher in Anspruch als etwa noch vor 10 oder 15 Jahren?
GSALLER: Mein persönlicher Eindruck ist, dass heutzutage die Leute früher Hilfe holen, und sich an eine entsprechende Stelle wenden.
Die Scheu, zum Psychologen zu gehen, ist generell zurückgegangen. Somit ist auch die Hemmschwelle gesunken, sich durch professionelle Hilfe helfen zu lassen. Das liegt sicher auch daran, dass die heutige Gesellschaft besser aufgeklärt ist.

WOCHE: Kann man sagen, dass speziell bei jüngeren Kindern eine Form der psychischen Erkrankung zugenommen hat?
GSALLER: Ja, Depressionen etwa werden mitunter schon bei Volksschulkindern immer häufiger. Die Grunde dafür sind vielfältig. Neben immer höher werdenden Leistungsanforderungen in Schule und Gesellschaft spielen unter anderem auch unbewältigte Trauer, Trennungen von Eltern, emotionale Vernachlässigung oder fehlende Freundschaften eine Rolle.
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