23.03.2017, 13:16 Uhr

Stefan Glantschnig: "Ich kann es noch immer nicht glauben!"

Freudentaumel: der talentierte Jungkoch Stefan Glantschnig hat sein Ziel erreicht: Unter 2471 Mitbewerbern geht Stefan als Sieger aus dem Wettbewerb hervor (Foto: Rolling Pin)

Stefan Glantschnig, Küchenchef im Waldhof Resort, sichert sich den Titel "Junger Wilder 2017".
Von Iris Zirknitzer

GAILTAL, HAMBURG. Final-Krimi beim trendigsten und kreativen Kochwettbewerb "Junge Wilde" 2017 auf Karlheinz Hausers Süllberg in Hamburg. Stefan Glantschnig, (27), gebürtig aus Untervellach bei Hermagor, setzt sich bei dem Battle der Nachwuchs-Köche unter 2.471 Mitbewerbern durch. Beim dritten Anlauf schaffte es Glantschnig jetzt bis ganz an die Spitze. Im Interview mit der WOCHE spricht der Gailtaler über seinen Erfolg und wie er den Wettkampf erlebt hat.
WOCHE: Wie war für dich die Zeit bis zum Finale?
STEFAN GLANTSCHNIG: Ehrlich gesagt war ess ein richiger "Brain Fuck" - ich habe jeden Tag über die Gerichte nachgedacht. Das war wirklich hart, denn es konnte mir niemand sagen ob die Gerichte richtig gut sind.
Wie war der Finale Tag, als du das Menü zubereitet hast? Wie ist es dir dabei ergangen?
Es war sehr sehr anstrengend. Aber es ist alles richtig gut gelaufen und ich war mit allen schnell durch.
Hast du mit dem Sieg gerechnet?
Vorerst nicht. Ich war der Meinung, dass es mein Mitstreiter, Michael Just, macht.
Was war deiner Meinung nach ausschlaggebend, dass du deine Konkurrenten abgehängt hast?

Es lag definitiv an meiner Hauptspeise. Diese war anscheindend der "Burner".
Was war deine erste Reaktion, als dein Name verkündet wurde und du als Sieger fest standest? Hast du in dem Moment realisiert, was da gerade passiert ist?
Nein gar nicht. Ehrlich gesagt kann es bis heute noch nicht glauben! Das war Wahnsinn - ein unbeschreibliches, unfassbares Gefühl.
Wen hast du als erstes informiert als du das Ergebnis erfahren hast?
Meine Mutter .
Mit wem hast du deinen Triumph gefeiert?
Mit meiner Freundin, Freunden und dem Rest der Partygäste.
Inwieweit hilft dir der Titel "Junger Wilder 2017" für die Karriere weiter?
Das kann ich dir noch nicht sagen. Frag mich in einem Jahr nochmal. (Grinst...)
Was passiert jetzt beruflich, nachdem du gewonnen hast?
Vorerst wird sich nicht viel ändern. Ich werde so wie es derzeit aussieht, definitv in Tirol bleiben. Und beim Kochen bleibe ich meinem Stil treu.
Was bedeutet es für dich, dass du jetzt eine Coverstory im Rolling Pin erhälst und bei Profi-Koch das begehrteste Praktikum der Kochszene – eine Stage bei Alex Atala im Restaurant D.O.M. in Brasilien bekommst?
Ich freue mich schon darauf, mal wieder raus zu kommen und was anderes von der Welt zu sehen. Ich glaube ich kann daraus auch etwas für mich selbst mitnehmen - etwa die Techniken beim Kochen oder wenn es um die Verarbeitung der Produkte aus fremden Ländern geht. So etwas würde nie schaden, mal in andere Küchen rein zu sehen. Zu Alex Atala: Klar hat man Respekt vor ihm, aber man darf nicht außer Acht lassen, dass auch Atala, der als Brasiliens bester Koch gilt, auch mal klein angefangen hat.
Was könnte sich durch den Sieg jetzt für dich ändern? Welche Türen für deine Karriere könnten sich auftun?
Medientechnisch ist es der absoulute Hype. Das is gut für unseren Laden - das Waldhof Resort-, und ich hoffe auch gut fürs Geschäft. Wir wollen heuer eine Haube kochen.

Das Interview führte Iris Zirknitzer

Zur Sache:

Wettbewerb Junger Wilder 2017: Neun Talente konnten sich bis in die drei Battles in Graz, Wien und Hamburg kämpfen. Im großen Finale der letzten drei der bereits dreizehnten Ausgabe des Kochwettbewerbs auf Karlheinz Hausers Süllberg im Rahmen der Gastro Premium Night vor über 1.700 Gästen sicherte sich der Gailtaler Stefan Glantschnig den Sieg und damit den Titel Junger Wilder.
Bei der Bewertung durch die Juroren ging es heiß her – 0 bis 10 Punkte konnten in jeder der insgesamt vier Kriterien pro Gericht, nämlich Optik des Arrangements, Konsistenz, Geschmack sowie Idee, Innovation und Kreativität vergeben werden.
Mit 641,5 Punkten war Stefan Glantschnig vor Michael Just, der bis auf 25,5 Punkte an ihn heranreichte, der Sieg gewiss.
Quelle: Rolling Pin
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