30.11.2017, 08:44 Uhr

UPDATE Modine: Land Kärnten appelliert nachdrücklich: Konzern muss Verantwortung übernehmen

(Foto: Jost)

Modine: Sozialplan-Verhandlungen sind gescheitert

KÖTSCHACH-MAUTHEN, KLAGENFURT. Nicht akzeptabel für das Land Kärnten ist die Ablehnung der Modine-Konzernverantwortlichen, sich an einem fairen Sozialplan für die von der plötzlichen Schließung betroffenen 146 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beteiligen zu wollen.
„Wir erwarten, dass sich der Konzern seiner Verantwortung den stets loyalen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ihrer Familien gegenüber bewusst wird. Die Geschäftsführung sollte die Augen aufmachen und erkennen, was die von ihr aus Profitmaximierung beschlossene Werksschließung für die Betroffenen bedeutet”, appelliert die Kärntner Landesregierung mit Landeshauptmann Peter Kaiser, Landeshauptmannstellvertreterin Gaby Schaunig, Landeshauptmannstellvertreterin Beate Prettner, Landesrat Gernot Darmann, Landesrat Christian Benger, Landesrat Rolf Holub und Landesrat Gerhard Köfer heute, Donnerstag, geschlossen und eindringlich an die Konzernverantwortlichen.

Die Regierungsmitglieder werden sich selbst an den Modine-Konzern wenden, ihm die Situation nochmals auch aus Sicht der Politik verdeutlichen. „Wir wollen jahrelange Rechtsstreitigkeiten, die weder dem Konzern noch den Betroffenen zuträglich sind, vermeiden. Klar ist, dass wir alles tun werden, was wir tun können, um den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu ihren Rechten zu verhelfen. Und wir werden unsererseits jede Chance nutzen, um die Konzernverantwortlichen zu überzeugen und in die Pflicht zu nehmen”, so Kaiser, Schaunig, Prettner, Darmann, Benger, Holub und Köfer.




KÖTSCHACH-MAUTHEN. Wie der ÖGB (Österreichische Gewerkschaftsbund) gerade in einer Presseaussendung bekannt gegeben hat, sind die Verhandlungen um einen Sozialplan für die Mitarbeiter gescheitert.
In der Presseaussendung heißt es: "Der Milliardenkonzern Modine lässt seine Mitarbeiter im Regen stehen und sieht sich nicht im Stande, die von Gewerkschaft und Belegschaft geforderte Summe aufzubringen."

Ein Trauer-Fackelzug vom Werk zum Gemeindeamt, bei dem die Mitarbeiter teilnehmen werden, findet heute ab 16 Uhr statt.
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