Durchgang
Ein Denkmal als Wegweiser

Das denkmalgeschützte Relief über dem Durchgang.
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  • Das denkmalgeschützte Relief über dem Durchgang.
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Wer in die Rötzergasse will, kann den Durchgang in der Hernalser Hauptstraße 98 nutzen.

HERNALS. Der Durchgang in der Hernalser Hauptstraße 98 ist nicht zu übersehen: Die Fassade über dem Eingang ist mit einem Relief prachtvoll gestaltet.

Das Relief "Hernalser Allegorie" ist denkmalgeschützt und wurde 1951 von Alfons Riedel geschaffen. Das Kunstwerk befindet sich direkt über dem Haupteingang in der Hernalser Hauptstraße 98. Es zeigt das Wiener und das Hernalser Wappen mit einer Darstellung von Arbeitenden mit Werkzeugen sowie wunderschöne florale Elemente.

Wagt man den Schritt von der belebten Einkaufsstraße in die Wohnhausanlage, dann findet man dort neben einem Kindergarten auch reichlich Grünflächen. Das grüne Idyll überrascht und verschafft den Nutzern des Durchganges zur Rötzergasse eine kurze Auszeit vom regen Verkehrstreiben.

In der Hernalser Hauptstraße findet man von der Änderungsschneiderei bis zum Juwelier alle Dinge des täglichen Bedarfs. Die Verkehrsanbindung ist mit den Haltestellen für Bus und Bim (1, 9, 42, 43) bestens.

Autofrei ans Ziel

In Wien gibt es mehr als 700 solcher mehr oder weniger versteckten Durchgänge. Sie werden von Insidern als Abkürzung benutzt, um beim Zufußgehen viel Zeit zu sparen oder einfach schneller zur gewünschten Erholungsoase ums Eck zu gelangen.

Die Fußgängerbeauftragte Petra Jens hat nun mit dem Team der Mobilitätsagentur diese Abkürzungen kartografiert: "Die Vorteile dieser Durchgänge sind, dass man schneller, ruhiger und autofrei an sein Ziel gelangt." Man geht dann nicht neben einer stark befahrenen Straße, was den Fußweg sicherer macht. "Außerdem kann man dabei Schönheiten entdecken, die einem sonst verborgen bleiben", so Jens.

Auf der Fußwegekarte, die man unter 01/400 04 99 00 kostenlos bestellen kann, sind die Schleichwege bereits eingezeichnet. Einige dieser Abkürzungen sind durch eine Tafel gekennzeichnet, um sie für alle sichtbar zu machen. Auch an den Stelen der großen Flaniermeilen wie etwa der Mariahilfer Straße sind sie zu finden.

Eines gibt Jens noch mit auf den Weg: Es gelte, den Lebensbereich der hier Wohnenden zu respektieren, also keinen Lärm zu machen oder Müll zu hinterlassen.

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