Thomas-Morus-Kirche
Glockentausch in Dornbach polarisiert weiterhin

Paulus- und Theresenglocke: Die beiden neu gegossenen Glocken wurden beim Rupertifest eingeweiht.
  • Paulus- und Theresenglocke: Die beiden neu gegossenen Glocken wurden beim Rupertifest eingeweiht.
  • Foto: Wolfgang Kimmel
  • hochgeladen von Naz Kücüktekin

Ein Hin und Her herrscht um den Glockentausch in Dornbach – auch nach der offiziellen Weihe noch.

HERNALS. Dutzende Menschen, Live-Musik und gute Stimmung: So ging es vergangenen Sonntag am Rupertusplatz in Dornbach zu. Der Grund dafür: die Weihe der neuen Glocken der Dornbacher Kirche im Rahmen des Rupertifestes. Mittels Crowdfunding hatte die Pfarre Geld für die Anschaffung von zwei neuen Glocken gesammelt. Die große Glocke der Schafbergkirche, die den Klang der Dornbacher Glocken ergänzen soll, kam im Tausch für eine kleinere Zinnglocke, auch Totenglöckchen genannt, dazu (die bz berichtete).

Das sorgte aber wiederum unter den Anrainern des Schafbergs für Empörung. Trotz der Weihe geht der Konflikt um den Glockentausch weiter.

Mehr als 800 Unterschriften für Petition

"Zu viele Erinnerungen hängen an dieser Glocke. Und der Tausch ist noch nicht endgültig durch", betont Roswitha Wilding-Meisel. Mit ihrer Petition "Rettet die Glocke der Thomas-Morus-Kirche auf dem Schafberg in 1170 Wien!" hat die Anrainerin schon mehr als 800 Unterstützungserklärungen für ihre Forderung gesammelt.

"Aber nicht nur das: Wir haben auch das Glockenarchiv auf unserer Seite und sind im Gespräch mit dem Denkmalschutz", ergänzt Wilding-Meisel. Denn die Glocke der Schafbergkirche sei speziell für diese angefertigt worden, fügt sie hinzu. Auch die mangelnde Kommunikation seitens des Pfarrers der Dornbacher Kirche wird kritisiert.

Auch etwas Positives

Pfarrer Wolfgang Kimmel weist die Anschuldigungen von sich und betont, für den Glockentausch den Zuspruch aller Pfarrgemeinden und Behörden gefunden zu haben. "Viele Anrainer des Schafbergs haben sich sogar von der sehr lauten Glocke gestört gefühlt", erklärt er. Er verstehe daher die Aufregung nicht ganz. Für ihn habe der Konflikt aber dennoch etwas Positives. "Zum ersten Mal seit Jahren haben sich die Bewohner des Schafbergs wieder für ihre Kirche interessiert", so Pfarrer Wolfgang Kimmel.

Autor:

Naz Kücüktekin aus Hernals

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