"Herr Inspektor" packt aus! /Sicherstes Kabarett Österreichs

Manfred Satke umgeben von Polizeischülern im sichersten Kabarett Österreichs.
  • Manfred Satke umgeben von Polizeischülern im sichersten Kabarett Österreichs.
  • hochgeladen von Momcilo Nikolic

In seinem Soloprogramm "Wahre Wuchteln aus dem Polizeialltag" gewährt Manfred Satke, authentisch, glaubwürdig und mit schonungsloser Offenheit, zutiefst menschliche Einblicke in den Berufstand der Wiener Polizei der 70/80er Jahre und deren damaligen Herausforderungen in Wien-Brigittenau.

Manfred Satkes Programm hält, was es verspricht. Anekdote reiht sich an Anekdote und löst bei den Besuchern zugleich Lachkrämpfe und große Verwunderung über die damalige Verbrecherethik aus. Umgeben von aktuellen, ehemaligen und angehenden Polizisten im Publikum werden Satkes Erlebnisse als Polizist real. Es ist von Strizzis, Gaunern und Ganoven die Rede, die in damaligen Zeiten und aus heutiger Sicht teilweise bemerkenswert gehandelt haben.

Ein ehrenwerter Gauner

Satke erzählt vom Herrn Ferdinand, der mitten in der Nacht in der Polizeistation erscheint und sich stellt. Nach ihm wird polizeilich gefahndet und er habe noch vier Monate Haft offen, teilt er in aller Offenheit dem verwunderten Polizisten mit. Satke, damals noch ein Jungspund, kontaktiert seinen Vorgesetzten und erbittet einen Funkwagen, der den Gauner abholen und ins zuständige Kommissariat bringen soll. Der Abteilungsleiter dort wollte für den amtsbekannten Ferdinand allerdings keine Ressourcen verschwenden und meinte nur, der Selbststeller wisse eh, wo das Kommissariat liege. Er solle einfach zu Fuß kommen. Als Belohnung gebe es einen Spritzer für den Ganoven. So übergab Satke dem Gesuchten die eigene Strafakte (zu der Zeit das einzige schriftliche Dokument für die Verbrechen Ferdinands) und sandte ihn los. Dieser erschien wirklich und saß seine offene Strafe tatsächlich ab.

Der amtliche Telefonschilling

Satke nennt die damaligen Zeiten mittelalterlich, wenn er aktuellen Polizeischülern im Publikum von seinen Erlebnissen erzählt. Für viele heute unvorstellbar, musste die damalige Polizeiarbeit ohne Handys und dergleichen auskommen. Damals erhielt der Polizist für seine Runden im Rayons den sogenannten "amtlichen Polizeischilling". Im Falles eines Notfalles, war jener dazu angehalten, die nächste Telefonzelle zu suchen und nach Verstärkung zu bitten.

Satke hat ein Talent die alten Zeiten des Polizeidienstes auferstehen zu lassen und eine Sehnsucht nach ehrenvollen Strizzis und Ganoven zu wecken. Wer mehr über "Bruchhüttn", den "Belehrungsstab" und "bürgerfreundlicher Munition" erfahren möchte, der kann sich im sichersten Kabarett Österreichs selbst ein Bild davon machen. Doch Eile ist geboten. Viele Karten sind schon weg. Nächste Termine: 12.02, Cafe Fichtl, 21., Schloßhoferstraße 30, 22.2., Gloria Theater, 21., Pragerstraße 9, 20h, 26.02., Aera, 1., Gonzagagasse 11, 19.30h.

Autor:

Momcilo Nikolic aus Hernals

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