Parhamergymnasium
Klimaschutz will gelernt sein

Mit einem Flashmob wurde die Veranstaltung begonnen.
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  • Mit einem Flashmob wurde die Veranstaltung begonnen.
  • Foto: Franziska Treml
  • hochgeladen von Naz Kücüktekin

Im Parhamergymnasium wird nicht nur über die Klimakrise geredet, sondern auch etwas dagegen gemacht.

HERNALS. Auf die Straße gehen und für mehr Klimaschutz in der Politik zu protestieren, ist die eine Sache. Im Alltag selbst nachhaltig zu leben, die andere. Für die Schülerinnen und Schüler des Parhamergymnasiums steht die Auseinandersetzung mit Umweltthemen schon seit langer Zeit auf der Tagesordnung – sowohl in der Theorie im Unterricht als auch in der Praxis abseits davon.

Die Schulgemeinschaft aus Lehrern, Eltern und Schülern unterstützt die "Fridays For Future"-Proteste und arbeitet laufend an eigenen Projekten, die den ressourcenschonenden Umgang fördern sowie eine bewusste und nachhaltige Lebensweise in den Vordergrund stellen sollen.

Vertauschte Rollen

Dass dabei oft die Schüler selbst die Vorbildfunktion einnehmen und sich die Erwachsenen ein Stück vom Engagement der jungen Generation abschneiden können, hat sich einmal mehr bei der Schulveranstaltung "Discussing Future" gezeigt: Am 2. Oktober fand in der Schule eine Diskussionsrunde mit Klima-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsexperten und den Schülern der Oberstufe statt.

Die Diskutanten, die in den Bereichen Mobilität, Technik, Stadtplanung oder bei Zivilinitiativen arbeiten, mussten den engagierten Schülern auf knifflige Fragen Rede und Antwort stehen. Zum Beispiel, warum nicht einfach eine Co₂-Steuer eingeführt wird, ob Klimaschutz in einer kapitalistischen Gesellschaft überhaupt realisierbar ist und wieso Fliegen nicht teurer gemacht wird. Der Sensibilisierungsgrad der Jungen ist hoch, ebenso die Bereitschaft, die Dinge besser zu machen. Ganz oben steht dabei die Reduktion von Co₂-Emissionen im Reise- und Mobilitätsbereich.

Kein Verzicht

Klimaschutz muss allerdings nicht mit Verzicht einhergehen. Auch darüber klärten die Experten auf. "Flugreisen sollen hier nicht verdonnert werden. Das Prinzip lautet Fair Use – Fair Pay. Wenn schon Fliegen, dann g’scheit", so Robert Lechner von den ÖBB. Auch beim Shoppen oder Essen kann dieses Prinzip angewandt werden. Wer seltener, aber dafür ausgewählter einkauft, profitiert einerseits von einer besseren Produktqualität und reduziert andererseits Emissionen.

Fotovoltaik am Schuldach

Am Ende der angeregten Unterhaltung wurden die Schüler zur Wahl gebeten. Die sechs Experten präsentierten Ideen, mit denen das Gymnasium einen gemeinschaftlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten könnte. Das beliebteste Projekt soll umgesetzt werden. Bei der Abstimmung via Handy-App gewann der Vorschlag der Firma Siemens: Das Schuldach soll begrünt und mit einer Fotovoltaikanlage ausgestattet werden. Aus "Discussing Future" wird so "Making Future".

Mit einem Flashmob wurde die Veranstaltung begonnen.
"Discussing Future" war das Motto des Tages.
Autor:

Franziska Treml aus Ottakring

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