Trotz Protest wird die Leopold-Ernst-Gasse umgestaltet
Schulvorfeld wird zur neuen Klasse

Seit 12. Juni ist das Schulvorfeld autofrei. In Zukunft werden hier Kinder lernen und Spaß haben.
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  • Seit 12. Juni ist das Schulvorfeld autofrei. In Zukunft werden hier Kinder lernen und Spaß haben.
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Weniger Parkplätze, mehr Grün: Die Leopold-Ernst-Gasse bekommt ein neues Gesicht.

HERNALS. Die Umgestaltung der Leopold-Ernst-Gasse ist bereits seit einigen Jahren ein heißes Eisen in Hernals. Das Thema beschäftigt den Bezirk seit 2015.

Seit 17. Juni laufen die ersten Arbeiten für die komplette Umgestaltung. Das allgemeine Motto lautet "Weniger Verkehr, mehr Grün". Dafür wurde bereits 2017 von der Gebietsbetreuung eine Befragung der Bewohner und Anrainer in der Umgebung durchgeführt.

Unterschriftenliste

Dennoch tauchte kurz vor Baubeginn eine Unterschriftenliste mit der Forderung nach einer Einstellung des Projektes auf. Die darauf vermerkten Anrainer weisen auf den "dringend notwendigen Parkraum" hin und meinen, "dass eine Umgestaltung nicht notwendig" sei.

Den besorgten Anrainern stehen die FPÖ und die ÖVP zur Seite. FPÖ-Bezirksparteiobmann Kurt Kossek meint: "Man muss mit den Leuten reden und gegebenenfalls redimensionieren."

ÖVP-Bezirkparteiobmann Klaus Heintzinger sieht in den geplanten Umbauarbeiten "keine wirkliche Verbesserung der Sicherheit der Schulkinder". Heintzinger hält aber fest, "dass die ÖVP Hernals noch niemals gegen die Sicherheit von Schulkindern war behziehungsweise ist".

Um Fahrt aus der Diskussion zu nehmen, wurden von der Bezirksvorstehung und der Gebietsbetreuung Stadterneuerung am 13. und 17. Juni Infotage veranstaltet. Zusammen mit der Direktorin des Zentrums inklusiver Schulen 17 (ZIS 17) wurde mit Anrainern diskutiert. "Hier geht es um die Kinder. Deshalb darf man nicht immer nur den eigenen Vorteil sehen", sagt Bezirksvorsteherin Ilse Pfeffer (SPÖ). Nach einigen Gesprächen zeigten sich die Anrainer auch durchaus beruhigt. Dass künftig 13 neue Bäume in der Gasse stehen werden, stimmte sie positiv.

Für die ZIS 17 ist die Neugestaltung der Gasse und vor allem des Schulvorfeldes ein Meilenstein in der Schulgeschichte. "Wir sind so froh, dass endlich etwas passiert. So werden wir nach außen hin sichtbar und können uns öffnen", freut sich Direktorin Petra Bauer. Die Schule führt Sonderschulklassen, Volksschul-Integrationsklassen sowie mehrstufige Integrationsklassen der Neuen Mittelschule. Das neue Schulvorfeld mit Hochbeet, Trinkbrunnen und Sitzgelegenheiten wird für die 200 Schüler zu einem "neuen Klassenzimmer". "Das ist dringend benötigter Raum, den wir für verschiedenste Zwecke nutzen werden", erklärt Bauer.

Fertig zu Schulbeginn

Die erste Umbauphase beinhaltet den Bereich von der Hormayrgasse bis zur Lacknergasse. Sie beginnt Anfang Juli und wird Anfang September, also rechtzeitig zu Schulbeginn, beendet sein. Neben Baumpflanzungen, Sitzmöglichkeiten und Radabstellanlagen wurden auch Verkehrssicherheitsmaßnahmen zur Reduzierung der Verkehrsgeschwindigkeit, eine Verbesserung der Sichtbeziehungen und eine Ermöglichung von barrierefreien Fußgängerquerungen berücksichtigt.

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