30.10.2017, 11:45 Uhr

Einblicke in die Kunst der japanischen Kalligrafie in Wien-Hernals

Das Schreibmittel kann je nach gewünschtem Effekt größer oder kleiner ausfallen.

Schwungvolle Pinselstriche, Tuschespritzer, die durch den Raum fliegen: So kontemplativ wie immer angenommen erwies sich die japanische Kalligraphie bei einer Vorführung in der Volkshochschule gar nicht.

(gm). Schwungvolle Schriftzeichen aus schwarzer Tusche, auf weißen Papierbögen geschrieben, befestigt an bunten Stoffbahnen oder gerahmt, hingen eine Woche lang an den Wände der Volkshochschule Hernals. Grund dafür war die Ausstellung zum 70-jährigen Jubiläum der Shodo Geijutu-In Foundation. Sie hat sich dem Kultivieren und Archivieren der japanischen Kalligrafie verschrieben.

70 Werke namhafter Künstler wurden bei der Vernissage feierlich enthüllt. "Es freut mich ganz besonders, dass diese Ausstellung hier in Hernals stattfindet," betont die Hernalser Bezirksrätin Elisabeth Loran während der Eröffnung. Im Vorfeld der Ausstellung wurden an der Volkshochschule Workshops zur japanischen Schriftkunst angeboten, die schnell ausgebucht und gut besucht waren.

Jeder der keinen Platz mehr in den beliebten Workshops ergattern konnte, wurde während einer Vorführung im Rahmen der Eröffnung an die Grundlagen der Kalligrafie herangeführt. Vorsicht war jedoch in der ersten Reihe geboten, denn durch die ausladende Pinselführung konnten sich Tuschespritzer durch den Raum verteilen. Kein Werk glich dem anderen, denn "Kalligrafie ist nicht nur ein Schreibstil, sondern auch eine Form des Selbstausdruck," wie der Präsident der Foundation Daiun Tsujimoto, selbst ein Kalligraf, erklärte.

Die Jubiläumsausstellung war nur eine Woche zu Gast an der VHS Hernals. Zehn der Werke wurden jedoch dauerhaft an die Volkshochschule übergeben, als wohlwollendes Symbol der Freundschaft.
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