08.03.2017, 15:45 Uhr

Gasexplosion in Hernals: Verdacht auf Vorsatz erhärtet sich

Das Feuer wurde auch vom Innenhof aus gelöscht. (Foto: MA 68 Lichtbildstelle)

Der Hausverwalter, der bei der Explosion getötet wurde, hat auch die Delogierung des Mieters betrieben.

HERNALS. Bei der Gasexplosion in einer Wohnung in der Hernalser Hauptstraße sind Ende Jänner eine Person getötet und drei schwer verletzt worden. Bei dem Getöteten handelt es sich um einen Hausverwalter, der gemeinsam mit einem Gerichtsvollzieher und einem Schlosser versucht hatte, sich Zutritt zur Wohnung eines Mieters zu verschaffen, der delogiert werden sollte.

Dieser Mieter hatte offenbar schon seit längerem keine Miete bezahlt und war auch für Gas und Strom Geld schuldig geblieben. Der Hausverwalter und Anwalt hatte schließlich die Delogierung erwirkt. Als der Schlosser die Wohnung aufgesperrt hatte, war es zur Explosion gekommen.

Was die Explosion ausgelöst hat, ist nun Gegenstand von Ermittlungen: Der 55-jährige Mieter soll - so die Erkenntnisse der Brand- und Explosionsermittler vom Landeskriminalamt - unmittelbar vor dem Delogierungstermin in seiner Wohnung den Gaszähler demontiert, eine T-Verbindung gelockert und so Gas ausströmen haben lassen. Der Mieter bestreitet Absicht: Er habe nichts von der Delogierung gewusst und lediglich versucht, eine lecke Gasleitung abzudichten.

Hintergrund:

Bericht: Ein Toter und drei Verletzte bei Gasexplosion
Bericht: Gasexplosion - Schüler helfen mit Preisgeld
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