13.02.2018, 14:28 Uhr

Februargedenken: Die Opfer von 1934 nicht vergessen

Vertreter der Sozialistischen Jugend Wien mit dem neuen SPÖ-Wien Vorsitzende Michael Ludwig, dem Nachfolger Michael Häupls. (Foto: Ludwig Schedl und Seda Erol)

"Wir sind die Arbeiter von Wien": Die Wiener SPÖ-Bildung, der Bund Sozialdemokratischer Freiheitskämpfer/innen und die Sozialistische Jugend Wien haben den Opfers der Februarkämpfe 1934 gedacht.

HERNALS. Der 12. Februar 1934 ist ein schwarzer Tag in Österreichs Geschichte, er markiert den Beginn der Februarkämpfe. Wiens Bürgermeister Michael Häupl betonte anlässlich des Gedenktages, dass die „Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten alles daransetzen müssen, dass es für alle Menschen in unserem Lande möglich ist, in Frieden und ohne Hass zu leben." Nach den Kämpfen, darunter auch im Ottakringer Sandleitenhof, folgte das Verbot der Sozialdemokratischen Partei, der Gewerkschaften und sämtlicher sozialdemokratischer Organisationen.

In Sichtweite des Holy-Hofes – dem Gemeindebau der nach dem ermordeten Schutzbündler Leo Holy benannt ist – hat die SPÖ im Park der Freiheit zur Gedenkfeier geladen. Jedes Jahr findet diese Feier an einem anderem Ort in Wien statt. "Es gilt den Anfängen zu wehren", so der neue SPÖ-Wien Vorsitzende Michael Ludwig. „ Am 12. Februar gedenken wir jenen Menschen, die sich zuerst dem Faschismus aktiv entgegenstellt haben.“

Mehr als 200 Menschen kamen zur Gedenkfeier

Trotz des wenig einladenen Wetters sind mehr als 200 Menschen gekommen um den Reden lauschen und zu gedenken. Die Gruppe Morgenrot sorgte für die Stimmung mit Arbeiterliedern wie "Wir sind die Arbeiter von Wien". Josef Cap, Vorsitzender der SPÖ Hernals und Gastgeber der diesjährigen Gedenkfeier, hielt besonders in Bezug auf den Ort der Veranstaltung fest: „Die Gedenkstätte im Park der Freiheit ist ein sichtbares Zeichen der Erinnerung. 1.836 Hernalser werden namentlich beim Mahnmal gewürdigt, weil sie im Widerstand gegen den Austrofaschismus und den Nationalsozialismus aufgetreten sind und zum Teil Opfer wurden.“

Auf der Website 12februar1934.at können Interessierte die Vorgeschichte, genauen Abläufe der Auseinandersetzung und auch deren Folgen nachvollziehen. Auf einer Interaktivenkarten sind die zeitlichen Abfolgen vermerkt und auch die Orte an denen gekämpft wurde.
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