25.09.2014, 00:30 Uhr

Schicksale in Hernals

Bezirksvorsteherin Ilse Pfeffer, Buchautor Peter Ulrich Lehner und Stadtrat Michael Ludwig (v.l.) bei der Buchpräsentation. (Foto: Foto: Daniel Novotny)

1.900 Biographien von Widerstandskämpfern und Verfolgten im Bezirk hat der 73-jährige Buchautor Peter Ulrich Lehner dokumentiert.

HERNALS. Mit seiner Dokumentation "Verfolgung, Widerstand und Freiheitskampf in Hernals" gelingt es Peter Ulrich Lehner, dessen Eltern ebenfalls verfolgt wurden, das Zeitgeschehen von 1933 bis 1945 im 17. Bezirk in einen größeren zeitlichen Rahmen einzubetten.
Den Kern der rund 800-seitigen Publikation bilden an die 1.900 Biografien von Widerstandskämpfern sowie Verfolgten, darunter Frederic Morton, Hedy Lamarr, Christian Broda, Adolf Schärf oder Karl Stojka.
Sie dokumentieren das Ausmaß der Unterdrückung ebenso wie die erschütternden Schicksale zahlreicher weniger prominenter Juden, die im Zweiten Weltkrieg aus Hernals in Konzentrationslager, Ghettos und Vernichtungsstätten deportiert wurden.

Politische Verfolgung

In Lehners Werk finden sich auch Auszüge aus dem Bericht des ersten Hernalser Bezirksvorstehers nach dem Kriegsende 1945. Der Autor verweist zudem auf Verkehrsflächen und Gebäude, die nach Opfern benannt wurden.
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