14.10.2014, 00:30 Uhr

Ein neues Stadion für den Sportklub

Sportklub-Präsident Manfred Tromayer mit bz-Redakteur Wolfgang Beigl beim Interview im Brandstetter in Hernals. (Foto: Foto: Nyman)

Die bz traf Sportklub-Präsident Manfred Tromayer beim Brandstetter in der Hernalser Hauptstraße.

HERNALS. Neue Serie in der bz: Unternehmer geben Interviews zu brennenden Fragen in ihren Lieblingslokalen im Grätzel. Dieses Mal stand der Präsident des Wiener Sportklubs, Manfred Tromayer, bz-Redakteur Wolfgang Beigl Rede und Antwort.
Im Sommer gab es den Höhepunkt gegen AS Roma.
"Ja. Die Verantwortlichen aus Rom waren begeistert, dass es so etwas überhaupt gibt – einen Ort mitten in der Stadt mit begeisterten Fans, alle gemischt, ohne Trennung. AS Roma hat uns zu unserer Fankultur gratuliert."
Lenkt das nicht von den wahren Problemen des Sportklub-Stadions ab?
"Natürlich. Bei der Begehung habe ich mich für den Zustand des Stadions geniert. Über 50.000 Euro haben wir investiert, um den Betrieb aufrechtzuerhalten."
Sie sind selbst Baumeister. Warum passiert nichts?
"Da müssen Sie die Verantwortlichen der Stadt fragen. Wir haben mehrere Konzepte für einen Neubau vorgestellt. Mit 8,5 Millionen Euro hätte die Stadtregierung das Problem vom Hals."
Inwiefern?
"Der Platz ist ein Juwel und der Verein ist einzigartig, deshalb muss das Kulturgut auch so erhalten bleiben, wie es ist. Es kann sich nicht immer alles wirtschaftlich rechnen. Man reißt ja auch nicht die Staatsoper ab, nur weil ein Wohnbau wirtschaftlicher wäre."
Sie fordern also ein neues Sportklubstadion?
"Heutzutage nur ein Stadion zu bauen, wäre Blödsinn. Zusatzinfrastruktur wäre sinnvoller."
Was schwebt Ihnen da vor?
"Eine richtige Mehrzweckhalle, die auch Schulkinder für Turnstunden nutzen könnten, und Gewerbeflächen. Vergleichbares gibt es in den Bezirken 16 bis 19 nicht."
Das müsste ja auch den Bezirken gefallen.
"Da gibt es keine Reaktion. Es ist nicht nachvollziehbar, dass man hier nicht etwas Tolles schafft, wo man den Platz dafür hat."

Zur Person

Manfred Tromayer ist Geschäftsführer der gleichnamigen Baufirma. Ende Juni 2013 wurde er zum Präsidenten des Wiener Sportklubs gewählt. Der 52-Jährige lebt und arbeitet im 17. Bezirk und will den Hernalser Traditionsverein auf Vordermann bringen.
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