Klöppelkongress in Traismauer
Klöppelfieber ist ansteckend

Susanne Oechs zeigt vor Ort wie das Klöppeln funktioniert. (c) Raidl
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Klöppelkongress in Traismauer

TRAISMAUER. "Vor vielen Jahren sind wir noch nach Innsbruck gefahren, um uns Klöppelstoffe zu besorgen. Mittlerweile bekommt man auch bei uns großartige Stoffe", erzählen Olga Dersch, Ilse Sebathi und Eleonore Premm. Beim Klöppelkongress im Schloss Traismauer trafen sich am Wochenende zahlreiche Klöppelexpertinnen und -experten, die die außergewöhnlichen Stücke präsentierten und besichtigten. "Wir freuen uns wirklich sehr, dass der Kongress heuer endlich stattfinden darf. Vergangenes Jahr hat uns Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht, aber zum Glück konnten wir mit der tatkräftigen Unterstützung der Gemeinde und allen Beteiligten den Kongress heuer stattfinden lassen", ist die Vorsitzende Margit Schmid glücklich. "Ein ganz besonderer Dank gebührt aber Elisabeth Schiesser, sie hat außergewöhnliche Unterstützung geleistet, ohne sie wäre diese Veranstaltung nicht möglich gewesen", so die Vorsitzende weiter. 


Begeisterte Besucher

"Alle, die diese besondere Handwerkstechnik beherrschen, verdienen meinen größten Respekt. Es benötigt viel Geduld, Ausdauer und ein gutes Vorausdenken, um erfolgreich klöppeln zu können. Mein Verständnis für Handarbeit reicht nur bis zum Häkeln und Stricken", gratuliert die Landtagsabgeordnete Doris Schmidl, die in Vertretung der Landeshauptfrau gekommen war, zum erfolgreichen Start des Klöppelkongresses. Die anwesenden Gäste wurden im Rahmen der Eröffnung vom Traismaurer Kinderchor musikalisch empfangen und hatten nach der Begrüßung sofort die Möglichkeit die Spitzenausstellung im Schloss zu bewundern. "Viele Stücke sind beeindruckend, man kann sich kaum vorstellen, dass das alles von Hand gemacht wurde", ist Helga Brandl begeistert von den verschiedenen Spitzenvariationen. Einiges zur Geschichte und Herkunft des Klöppelns erzählt Hartmut Lang: "Um die Werke der Klöppelkünstlerin Grete Thums beurteilen und verstehen zu können, ist ein Einblick in ihr historisch künstlerisches Umfeld sowie in das technische klöpplerische Know How in Wien notwendig. Ein wesentlicher Beitrag hierzu leisteten der kaiserlich königliche (k.u.k.) Zentralspitzenkurs, die Professoren der Kunstgewerbeschule und die Wiener Werkstätte."

Lehrmeisterinnen

"Wir waren die ersten, die bei Poldi Winkler einen Kurs begonnen haben", berichten Ilse Sebathi und Olga Dersch. Im Laufe der Gespräche mit den anwesenden Klöppelexpertinnen, hört man den Namen Leopoldine Winkler sehr oft und viele ihrer ehemaligen Schülerinnen sind zum Kongress gekommen. "Ich bin aus Echsenbach im Waldviertel, dort hat es früher eine Frau Besenböck gegeben, bei ihr habe ich das Klöppeln gelernt", erzählt Hermine Kerschbaum, die seit mehr als 30 Jahren klöppelt. "Bevor ich selbst begonnen habe zu klöppeln war ich auf einer Ausstellung, dort habe ich das erste Mal geklöppelte Spitzen gesehen und wollte das unbedingt lernen", so die Waldviertler Klöppelmeisterin weiter.

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