Mollandser Team bei Red Bull Flugtag

Oskar Hager und Alfred Straninger beim Verzieren der Torte
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MOLLANDS/WIEN (heg). 100.000 Zuschauer waren beim 8. Red Bull Flugtag in Wien dabei, um die 38 wagemutigen Teams mit ihren kreativen Fluggeräten anzufeuern. Auch ein Team aus Mollands, Gemeinde Schönberg/Kamp, stürzte sich kühn über die sechs Meter hohe Rampe. Pilot Oskar Hager ist dabei schon ein Routinier, bereits 1994 ging er mit seinem Fred Feuerstein-Gefährt das erste Mal an den Start, danach im zweijährigen Turnus mit einem fliegenden Klo und einer Sphinx. 2004 segelte Oskar Hager mit einer Grünen Erde in die Donau. Als man die alten Fotos und Videos ansah, ist das Team wieder auf den Geschmack gekommen. Um 2 Uhr in der Früh wurde gerade noch rechtzeitig das Online-Anmeldeformular für den heurigen Flugtag in Wien verschickt.
So war aus den hundert Anmeldungen das Mollandser Team eines von den 38 auserwählten, die am 23. September teilnehmen durften. Nun hieß es für Oskar Hager, Alfred Straninger, Helmut Schieder, Karin Edelbauer und Michaela Maglock mit der Konstruktion zu beginnen. Die Idee für das Fluggerät war schnell gefunden: Flying Cake – eine dreistöckige Geburtstagstorte anlässlich des 40. Geburtstages des Piloten und der 5. Teilnahme am Red Bull Flugtag. Für den Bau der Torte wurden nur leichte Materialien verwendet, gefunden wurden diese vorwiegend in der Halle vom Weingut Hager. Die Unterkonstruktion bildete ein aufblasbarer Swimmingpool, darauf kam Styropor, Unmengen von Klebeband und obenauf ein mit Luft gefüllter riesiger Kinderspielring, dekoriert mit großen Kerzen. Die Flugtauglichkeit stellt sich erst direkt nach dem Start vor Ort heraus und kann nur ein einziges Mal getestet werden. Die Starterlaubnis wird nur Konstruktionen erteilt, die nicht mehr als zehn Meter Spannweite haben. Motoren oder Antriebe anderer Art sind tabu. Beim Bau dürfen nur umweltfreundliche Materialien verwendet werden. Das Maximalgewicht des Fluggeräts ohne Pilot ist auf 120 Kilo begrenzt. Die Verwendung von tragenden Metallteilen ist aus diesem Grund sowie aus Sicherheitsgründen untersagt. Das Fluggerät muss so gebaut werden, dass nach der Landung keine Teile untergehen können. Da die Fluggeräte meist keine Flügel haben, zählt die Originalität ebenso wie die Weite. So landeten die skurrilen Geräte und ihre Piloten meist relativ rasch im rund 17 Grad kühlen Wasser der Neuen Donau. Für den Flug selbst besteht Helm- und Schwimmwestenpflicht. Die unzähligen Arbeitsstunden zur Fertigung der Geburtstagstorte hatte sich für die Mollandser Crew „Happy Birthday“ augenscheinlich gelohnt: Sie erhielten von der Jury die höchstmögliche Wertung für die Originalität, das ergab mit der doch eher geringen Weite den 16. Platz.

Autor:

Helga Hinterleitner aus Krems

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