Von Herzogenburg nach Frankfurt in der Pandemie-Zeit
48 Stunden "für die Kunst"

Georg Pummer (rechts) mit Galerist Atilla Kirbas von der Galerie art42 aus Karlsruhe.
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  • Georg Pummer (rechts) mit Galerist Atilla Kirbas von der Galerie art42 aus Karlsruhe.
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Risikogebiet Niederösterreich: Georg Pummer machte von einer Ausnahmeregelung Gebrauch, um nach Frankfurt zu reisen.

HERZOGENBURG. Sie wandeln durch die Ausstellung, während sie gedämpft durch die Mund-Nasen-Schutzmaske atmen. Ihre Gedanken drehen sich rund um die zu beachtenden Corona-Maßnahmen. Plötzlich erweckt etwas Ihr Interesse und Sie bleiben wie gefesselt stehen. Zwei atemberaubende Augen blicken Ihnen von einer Leinwand entgegen. Detailreiche Arbeiten zeigen anmutige Schönheiten, bei denen man sich fragt, ob diese tatsächlich hier auf Erden wandeln. Eines ist beim Anblick der Gemälde gewiss: Dem Bann der Kunstwerke von Georg Pummer kann man sich nicht entziehen. Weder in Herzogenburg, noch sonst wo auf der Welt. Ein Künstler on Tour, während Corona die Welt in Atem hält.

Ausnahmeregelung genutzt

Ende Oktober präsentierte der Künstler aus der Stiftsstadt seine Werke zum ersten Mal seit dem Corona-Lockdown bei einer Ausstellung in Deutschland. "Auf die Artmuc in München konnte ich noch normal einreisen. Ohne Coronatest und ohne Quarantäne", erzählt Georg Pummer. Doch während er in München war der Schock: Niederösterreich wurde als Risikogebiet eingestuft. Dabei stand nur wenige Tage nach München die Discovery Art Fair in Frankfurt auf dem Plan. "Da die beiden Ausstellungen so knapp beieinander waren habe ich angefragt, welche Möglichkeiten es gibt. Für unternehmerische Tätigkeiten gibt es eine Ausnahmeregelung. Ich durfte für 48 Stunden nach Frankfurt und wieder zurück reisen", erklärt Pummer. Die Messe in der größten Stadt Hessens dauerte von Freitag bis Sonntag, doch es war ohnehin geplant, dass er nur bei der Eröffnung präsent ist.

"Das Kaufinteresse der Leute ist da. Kunst und Kultur ist Lebensqualität und gehört dazu wie gutes Essen. Die Leute wollen raus, sie wollen Kunst genießen." - Georg Pummer

"Zuckerl" für Galeristen

Ein paar Tage vor der Veranstaltung in Frankfurt hatte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel den "Lockdown Light" angekündigt, der nach dem Wochenende startete. "Das hat viele Menschen von einem Besuch abgehalten. Obwohl ich es schade finde. Die Kunstmessen sind so sicher. Die Veranstalter haben extra in eine größere Halle investiert." Pummer hebt vor allem die "deutsche Gründlichkeit" hervor: Händedesinfektion, Maskenpflicht drinnen sowie draußen. Alles wurde strengstens kontrolliert. "Ich habe mich total sicher gefühlt und nicht daran gedacht, dass ich mich wo anstecken kann." Dennoch verstehe er die Sorgen der Menschen. "Man muss ja erst einmal auf die Kunstmesse kommen mit der U-Bahn. Dann geht man nachher vielleicht noch wohin. Das sind halt dann die Kontakte, die man reduzieren sollte." Trotz allem zieht der Künstler ein positives Fazit: "Ich konnte Kontakte knüpfen und den Besuchern auch die Möglichkeit geben, dass sie direkt mit mir sprechen. Das ist für die Galeristen ein kleines Zuckerl, wenn man vor Ort ist. Viele wollen den Künstler kennenlernen."

Georg Pummer (rechts) mit Galerist Atilla Kirbas von der Galerie art42 aus Karlsruhe.

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