"Kunstraub": St. Pölten wehrt sich

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ST. PÖLTEN (red). Sie sprach Bürger auf offener Straße oder im Festspielhaus an und legte Listen in der Innenstadt auf – Über 1.000 Unterschriften hat Michaela Steiner, Gründerin der Kulturplattform St. Pölten, für den Verbleib bildender Kunst im Landesmuseum bisher gesammelt. Auslöser für den Einsatz war ein Grundsatzbeschluss des Landtages.

Geschichte statt Kunst

Demgemäß solle die Kunstsektion des Landesmuseums nach Krems verlagert werden, wo um 35 Millionen Euro ein neues Museum entstehen wird. Die damit in St. Pölten freigewordene Fläche solle ein Haus der Geschichte beherbergen. Die Bekanntmachung dieser Pläne verstörte und stieß in der St. Pöltner Kulturszene unter anderem deshalb auf Ablehnung, weil die Öffentlichkeit nicht in das Vorhaben eingebunden gewesen sei, wie Steiner sagt. Das Wort "Kunstraub" war dahingehend zuletzt in vieler Munde.
Ein Gespräch zwischen Landeshauptmann Erwin Pröll, Lothar Fiedler (Präsident des Fördervereins Kulturbezirk St. Pölten) und Norbert Steiner erweckt nun den Anschein, dass es bei der Präsentation des Vorhabens zu einem Kommunikationsfehler kam.

Kunst in historischer Schau

Laut dem Förderverein habe Pröll versichert, dass das Landesmuseum künftig ein Haus der Geschichte, aber nach wie vor ein Haus der Natur, der Kulturgeschichte und der Kunst sein werde. Dass dies immer so gedacht gewesen sei, wie Pröll laut Norbert Steiner gesagt haben soll, wird durch Bürgermeister Matthias Stadler untermauert: Vor der offiziellen Präsentation der Pläne sei vereinbart worden, dass in das Dokumentationszentrum für moderne Kunst investiert werde und "dass auch die Kunstwerke weiter in St. Pölten in die historische Schau integriert werden" würden. Zudem würden moderne Kunst und Objekte der Landesgalerie auch mit Sonderausstellungen "weiterhin ihren Standpunkt in der Landeshauptstadt haben".

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