Musikschulunterricht für Niederösterreichs Schüler von zu Hause aus gesichert

Musikschullehrer Attila Kassai (Musikschule Wölbling/Obritzberg-Rust/Statzendorf) beim digitalen Unterricht.
  • Musikschullehrer Attila Kassai (Musikschule Wölbling/Obritzberg-Rust/Statzendorf) beim digitalen Unterricht.
  • Foto: Kultur.Region.Niederösterreich GmbH
  • hochgeladen von Sarah Loiskandl

UNTERES TRAISENTAL. Gerade in Zeiten von Homeoffice und e-Learning wird vom Land Niederösterreich auch der Musikunterricht in den eigenen vier Wänden ermöglicht. Die Schließung der Musikschulen ist umgehend erfolgt, aber gleichzeitig wurde in den meisten Gemeinden der Unterricht auf digitale Lehre umgestellt. Zur Unterstützung in diesem Prozess erstellte das "Musik & Kunst Schulen Management Niederösterreich" in wenigen Tagen eine digitale Informations- und Service-Website, mit der auch der Austausch unter den Lehrenden hinsichtlich ihrer Erfahrungen und Modellen unterstützt wird. Durch das hohe Engagement und die Flexibilität der 2.300 Lehrenden konnte damit die musikalisch künstlerische Bildung weitestgehend aufrechterhalten werden.

Unterricht darf auch in Krisen nicht entfallen

„Unser Musikschulsystem ist vielfältig und einmalig zugleich. Ich bin stolz darauf, dass der Unterricht in Krisenzeiten nicht entfällt, sondern jetzt digital begleitet wird. Danke allen Musikschullehrern, Eltern und Schülern, dass hier die Umstellung rasch ermöglicht wurde und durchgeführt wird. Damit stellen wir im Musikschulwesen unter Beweis, dass wir in Niederösterreich Talente und Kreativität auch durch digitale Technologien unterstützen und fördern können", so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

Telefonumfrage zum e-Learning

Grundsätzlich verwenden die Lehrenden Tools, die für die Schüler und Eltern einfach zu bedienen sind. Damit wird den Familien die Umstellung leicht gemacht, der Musikschulunterricht als „cooles Angebot“ erlebt und möglicher Druck durch die Anwendung ungewohnter digitaler Kanäle weitgehend vermieden.  In einer telefonischen Befragung von 127 Musikschulleitern wurde festgestellt, dass der überwiegende Teil der Musikschulen zur Betreuung Skype 
(92 Prozent) und WhatsApp (Neunzig Prozent) verwendet. Signal und Facetime liegen bei je 35 Prozent. Auf Microsoft-Teams wird zu elf Prozent zurückgegriffen. Die Zoom-Videokonferenzsoftware nutzen nur fünf Prozent. Von 2.300 Lehrenden haben 2.270 einen dauerhaften Kontakt mit Schülern (aufgrund des Fehlens technischer Anforderungen, der Homeoffice-Situation oder durch Krankheit können bei manchen die Kontakte nicht hergestellt werden). 95 Prozent kommen mit der Situation sehr gut oder gut zurecht und 97 Prozent der Eltern sehen das Angebot als sehr gut oder gut. Das hohe Engagement der Lehrenden und das lösungsorientierte Herangehen an den digitalen Unterrichtsbetrieb werden gelobt. Digitaler Unterricht ist zwar hilfreich, ersetzt aber kein Face-to-Face-Lehren. Die vielen (neuen) Erfahrungswerte hinsichtlich der Anwendung von digitalen Tools können dennoch zukünftig auch im analogen Musikschulunterricht eingesetzt werden.

Zur Sache

Niederösterreich ist Spitzenreiter mit insgesamt 127 Musikschulen: Sechzigtausend Schüler werden in mehr als 35.000 Wochenstunden unterrichtet. Durchschnittlich sind 468 Schüler in einer Musikschule, 32 Prozent sind zwischen fünf und neun Jahre alt. 1.150 Schüler nehmen an Wettbewerben teil. Das „Musik & Kunst Schulen Management Niederösterreich“, als Tochterbetrieb der Kultur.Region.Niederösterreich ist unter anderem für Aus- und Fortbildung, für das landesweite Monitoring, für regionale und niederösterreichweite Vernetzung, für Wettbewerbe, für Orchester und Musikschulförderung zuständig.

Du möchtest kostenlos einen Fortsetzungsroman lesen und wöchentlich solche oder ähnliche Infos aus deinem Bezirk bekommen?

Dann melde dich für den meinbezirk.at-Newsletter an.

Gleich anmelden

Kommentare

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Weitere Beiträge aus dem Bundesland

Hannah (11) übt voller Freude am Tablet.
1

Wir helfen: Adeli Therapie für Hannah
Die lebensfrohe Hannah aus Wr. Neustadt braucht Hilfe

Hannahs Mama braucht finanzielle Unterstützung für die Therapie ihrer Tochter. WIENER NEUSTADT. Hannah wird im April 12 Jahre alt und ist ein lustiges Mädchen, das Süßes liebt. Sie ist schwerbehindert. In der 21. Schwangerschaftswoche wurde festgestellt, dass das Gehirn zu klein ist, sie leidet an Hydrocephalus e vacuo, einem Wasserkopf ohne Druck. Als Hannah 8 Monate alt war, kam noch eine schwere, therapieresistente Epilepsie dazu. Hannah kann nicht gehen, nicht reden und kaum kauen. Sie kann...

Aktuell


Anzeige
Das Wiener Jaukerl und die Schluck I. - seit kurzem nur noch zensuriert erhältlich
1 4 4

Das Warten aufs Jaukerl hat ein Ende!

Wenn zwei Wiener Urgesteine zusammenfinden, entsteht etwas Großes! Das Bioweingut Lenikus und die bz-Wiener Bezirkszeitung haben mit dem "Wiener Jaukerl" und der "Schluck I." gemeinsam das 750ml Serum aus bestem gegorenem Traubensaft ins Leben gerufen. Das Jahr 2020 wird immer als das Jahr der weltweiten Pandemie in Erinnerung bleiben, und das Jahr 2021 als das, der weltweiten Impfung gegen Covid-19. Das „Serum“ hilft zwar offensichtlich nicht gegen das Virus und kann auch die richtige Covid-19...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen