Lockdown
Täglich grüßt das Murmeltier

Die Gemeinden werden wieder zu Geisterstädten - ein zwanzigtägiger Lockdown wurde beschlossen.
  • Die Gemeinden werden wieder zu Geisterstädten - ein zwanzigtägiger Lockdown wurde beschlossen.
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Es ist mal wieder soweit: der vierte österreichweite Lockdown für voraussichtlich zwanzig Tage steht an.

HERZOGENBURG. Vor eineinhalb Jahren noch völlig neu und ungewohnt, heute kann man das Wort "Lockdown" fast gar nicht mehr hören. Der Anpfiff für den mittlerweile vierten bundesweiten Lockdown ist am Montag losgegangen. Richtig erfreut ist darüber aber wohl kaum jemand. Neben dem Lockdown wurde auch eine allgemeine Impfpflicht ab 1. Februar 2022 verkündet. Schon länger wurde über so eine Pflicht spekuliert und diskutiert. Notwendige Maßnahme oder Schikane der Regierung gegenüber der Bevölkerung? Wir haben uns umgehört.

"Es war fünf nach zwölf"

Für die meisten ist klar: der Lockdown kommt viel zu spät - es hätte früher dazu kommen müssen. Ganz anderer Meinung ist hingegen Karin: "Wenn wirklich alle testen gehen müssten, wäre ein weiterer Lockdown nicht notwendig." Erwin Stipsits ist ein Befürworter der Entscheidung der Regierung, auch die Impfpflicht empfindet er notwendig und richtig. Auch Theresa Leitner sieht den Lockdown als unumgänglich an, aber auch sie ist der Meinung: "Viel zu spät - vor zwei Wochen wäre das Weihnachtsgeschäft noch zu retten gewesen und die Spitäler nicht am Ende."

Zwang oder wichtig?

"Diskriminierung, Verletzung der Menschenrechte, Zwang, Nürnberger Kodex", das fällt Natascha zum Thema Impfpflicht ein. Viele schließen sich ihr mit dieser Meinung an. Die Gesellschaft scheint gespalten zu sein - die einen finden's gut, die anderen fühlen sich in ihren Rechten als Mensch beschnitten, sie sehen es als Schikane der Regierung an, als würde jemand anderes für sie entscheiden. Eine eindeutig seltenere Meinung zu diesem doch eher schwierigen Thema hat unter anderen Birgit Angerer: "Das wurde auch endlich Zeit - der Schritt hätte früher gemacht gehört", schreibt sie. "Jeder Mensch hat in einer Demokratie Rechte, aber auch Pflichten. Die Impfpflicht ist nichts Neues, damals, bei der Pockenimpfung, wurde sie recht gut angenommen. Die Regierung hat es auf freiwilliger Basis lang genug probiert, aber für die Aufrechterhaltung unseres Gesundheitssystems ist die Impfpflicht eine Notwendigkeit", so Denise Hörmann. "Ich finde den Lockdown in Kombination mit der FFP2-Maskenpflicht, Impfpflicht und offenen Schulen wirklich gut. Früher wurden wir auch schon gegen alles geimpft - das hat Sinn gemacht. Aber auch wer geimpft ist, sollte regelmäßig testen gehen", schreibt Susanne Fitzner von "PER DU - die kloane Hittn", einem Lokal in Traismauer.

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