"Würde ihm ung´schaut 50.000 Euro borgen!“

Verteidiger Marc Gollowitsch
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ST. PÖLTEN (ip). Auch zwei Tage Verhandlungen am Landesgericht reichten nicht, um die Schuldfrage eines 48-jährigen Elektronikschrotthändlers aus dem Großraum St. Pölten zu klären. Richter Slawomir Wiaderek vertagte zur Einvernahme weiterer Zeugen.
Dem gelernten Installateur wirft Staatsanwalt Patrick Hinterleitner gewerbsmäßig schweren Betrug, Veruntreuung und Urkundenfälschung vor. Dabei geht der Ankläger von einer Schadenssumme in Höhe von rund 260.000 Euro aus. Als Opfer nannte er die beiden Mitgesellschafter, die dem Beschuldigten Geld zum Ankauf von Elektronikschrott gaben, sowie andere Unternehmer.
„Er ist ein bisserl chaotisch. Ich würde ihm aber ung´schaut 50.000 Euro borgen!“, beschrieb einer der Zeugen seinen Eindruck von dem Angeklagten, der, vertreten durch Verteidiger Marc Gollowitsch, zugab, zahlreiche Rechnungen gefälscht zu haben. Er habe als Geschäftsführer für Einkäufe Bargeld vom Firmenkonto bekommen. Da seine Geschäftspartner aber keine Rechnungen wollten, habe er diese wegen der Buchhaltung gefälscht. „Ich wollte nichts schwarz machen“, so der wegen Raubes vorbestrafte Mann, der die Idee zu seiner Geschäftstätigkeit im Gefängnis hatte. Die 260.000 Euro habe er aber nicht abgezweigt.

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