Freundschaft zwischen den Fronten

VP-Obmann Max Gusel und Grüne-Politiker Süleyman Zorba erklären, warum Freundschaft auch zwischen zwei Parteien möglich ist.
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Zwei Traisentaler Jungpolitiker sind trotz unterschiedlicher Parteizugehörigkeit miteinander befreundet.

HERZOGENBURG/TRAISMAUER. In den meisten Fällen herrscht zwischen den Mitgliedern unterschiedlicher politischer Lager dicke Luft. Gerade, wenn die nächste Wahl vor der Tür steht, ist das Streitpotenzial noch höher als sonst. Dass es auch anders gehen kann, beweisen zwei befreundete Jungpolitiker aus dem Unteren Traisental. Die Bezirksblätter trafen sich mit dem Herzogenburger Volkspartei-Obmann Max Gusel und dem Grünen Kandidaten für die Nationalratswahl, Süleyman Zorba aus Traismauer, auf dem FM4 Frequency Festival in St. Pölten.

Positives Gegenbeispiel

Kennengelernt haben sich Gusel und Zorba vor einigen Jahren auf dem Dorfcup in Herzogenburg. Entstanden ist eine, in Zorbas Worten, "kritisch-freundschaftliche Beziehung": "Wir tauschen uns sehr oft über politische Themen aus. Obwohl wir sicher in vielen Bereichen eine gemeinsame Basis vertreten, sind wir häufig nicht einer Meinung.", so der Grüne Politiker. "Das ist aber kein Problem.", meint Gusel, "Die Parteipoltiik darf sich nie auf eine persönliche Ebene begeben. Es ist schade, wenn im Wahlkampf Freundschaften zugrunde gehen, nur weil zwei Leute verschiedener Ansichten sind. Da wollen wir als positives Gegenbeispiel vorangehen."

Dritte Piste ist Streitpunkt

Der respektvolle Umgang miteinander steht an erster Stelle, auch wenn es trotz aller Freundschaft zu Diskussionen kommt, wie es beispielsweise im Falle der dritten Piste, die am Flughafen Wien-Schwechat gebaut werden soll, ist. "Ich bin für den Bau der Piste, da sie einerseits neue Arbeitsplätze sichert und sie andererseits, würde sie nicht bei uns gebaut werden, in Bratislava gebaut werden wird. Der CO2-Ausstoß bliebe weltweit gleich, nur die Wirtschaftsleistung in Österreich ginge zurück.", betont Gusel fest. "In Sachen Arbeitsplätze sollten wir eher auf sogenannten 'Green Jobs' setzen. Auf Bratislava haben wir zwar keinen Einfluss, aber es geht darum, dass wir uns als Österreich für die Umwelt entscheiden.", entgegnet Zorba.

Ziele für Nationalratswahl

Für die kommende Nationalratswahl kann Grüne-Kandidat Zorba zwar nicht mit einer Stimme von Gusel rechnen, die Freundschaft leidet darunter aber nicht. "In erster Linie müssen die Grünen wieder ins Parlament kommen.", stellt Zorba klar fest, "Egal um welches Gesetz, um welche Investition es geht, man darf den Umweltgedanken nicht mehr missachten. Wir haben wirklich keine Zeit mehr. Es muss ehrliche, progressive Umweltpolitik passieren."

VP-Obmann Max Gusel und Grüne-Politiker Süleyman Zorba erklären, warum Freundschaft auch zwischen zwei Parteien möglich ist.
Autor:

Sarah Loiskandl aus Herzogenburg/Traismauer

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