Grüngürtel als Bauland verkauft

Grundeigentümer Martin Planyavsky kämpft für eine umfassende Lösung der Probleme mit dem Grüngürtel.
  • Grundeigentümer Martin Planyavsky kämpft für eine umfassende Lösung der Probleme mit dem Grüngürtel.
  • hochgeladen von Michael Holzmann

In den Kaufverträgen stand „Bauland“. Vom „Grüngürtel“ erfuhren die Käufer erst Jahre später.

LANGMANNERSDORF (mh). Martin Planyavsky gehört zu den Bewohnern der Siedlung „Am Mühlberg“, denen die Gemeinde Weißenkirchen an der Perschling vor Jahren gesetzwidrig Bauland verkaufte und illegale Baubewilligungen erteilte.

Umwidmung beschlossen
Durch die Liegenschaften verläuft ein so genannter „Grüngürtel“, obwohl in den Kaufverträgen eindeutig von einer ausschließlichen Widmung als Bauland die Rede ist (die Bezirksblätter berichteten). Bürgermeister Reinhard Breitner (VP) gestand ein, dass vor seiner Amtszeit Fehler passiert seien. Der Gemeinderat habe mit seinem Antrag einstimmig beschlossen, dass bei der nächsten Änderung des Flächenwidmungsplanes die Herausnahme des Grüngürtels beantragt wird. "Nur bei den Kellern soll ein Fünf-Meter-Schutz eingerichtet werden."

Teile der Gründe wertlos
Martin Planyavsky, der beim Ankauf eines Nachbargrundstücks vor vier Jahren auf den fünf Meter breiten „Grüngürtel“ quer durch sämtliche Liegenschaften der Siedlung aufmerksam wurde, gibt sich damit nicht zufrieden: „Es geht hier um 1200 Quadratmeter, die die Gemeinde um 33.000 Euro verkauft hat und die für die Eigentümer völlig wertlos sind.“ Während seine Nachbarn die Versprechungen des Bürgermeisters akzeptierten, klagte Planyavsky die Gemeinde auf Schadenersatz und Feststellung und ging nach einer ersten Abweisung erfolgreich in Berufung.

Spiel auf Zeit
Vor zwei Wochen wurde der Fall neu aufgerollt, endete aber ergebnislos mit einer Vertagung bis 7. September. „Bürgermeister Breitner scheint auf Zeit zu spielen“, mutmaßt Planyavsky. „Wenn die Verjährungsfrist von drei Jahren abgelaufen ist, haftet die Gemeinde nicht mehr, falls ein Keller einstürzt oder ein Hang rutscht. Jeder Grundeigentümer bleibt dann auf seinem Schaden sitzen. Doch das ist offenbar noch keinem bewusst“, so Planyavsky. „Nur durch eine Klagseinreichung kann – wie in meinem Fall – die Frist gestoppt werden.“

Autor:

Michael Holzmann aus Wienerwald/Neulengbach

following

Du möchtest diesem Profil folgen?

Verpasse nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melde Dich an, um neuen Inhalten von Profilen und Bezirken in Deinem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil
Die wichtigsten Nachrichten per Push Mitteilung direkt aufs Handy! Jetzt für Deinen Bezirk anmelden!

Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.