SPÖ und Volkspartei Wölbling schließen Arbeitsübereinkommen

Bürgermeisterin Karin Gorenzel und designierter Vizebürgermeister Peter Hießberger mit dem Arbeitsübereinkommen.
  • Bürgermeisterin Karin Gorenzel und designierter Vizebürgermeister Peter Hießberger mit dem Arbeitsübereinkommen.
  • Foto: Marktgemeinde
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Verantwortung für Wölbling: Gemeinsames vor Trennendes gestellt.

WÖLBLING. Am Rosenmontag unterschrieben die Volkspartei Wölbling und die SPÖ Wölbling ihr gemeinsames Arbeitsübereinkommen, in dem die zukünftige Zusammenarbeit sowie die geplanten Arbeitsschwerpunkte geregelt wurden. Das Übereinkommen legt fest, dass die Gemeinderäte der beiden Parteien Karin Gorenzel zur Bürgermeisterin und Peter Hießberger zum Vizebürgermeister wählen werden. Weiters verständigte man sich, den Gemeindevorstand mit sieben Personen zu besetzen.

Zuteilung der Ausschüsse

Für die SPÖ Wölbling werden Daniel Zimmel für den Bereich Bauwesen, Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung, Reinhold Tischer für Sport, Vereine, Kultur, Jugend, Familie und Tourismus und Bruno Steidl für den Bereich Finanzen und Personal in den Gemeindevorstand entsendet. Für die Volkspartei Wölbling werden Eva Woisetschläger für Bildung, Schulen und Kindergarten, Manuel Erber für Verkehr, Straßenbau, Güterwege, Landwirtschaft und Wirtschaft und Peter Hießberger für den Bereich Zukunftsentwicklung, Raumordnung und Infrastruktur in den Gemeindevorstand einziehen.  Wölbling MITeinander wird der Ausschuss Umwelt, Abfallwirtschaft und Energie angeboten.

Thematisch einigten sich die Partner auf folgende Punkte:

  • Umbau beziehungsweise Zubau Gemeindeamt
  • Lösung der anhängigen Personalfragen
  • Erstellung Archiv und Topothek
  • Anschaffung von Arbeitsgeräten zur Entlastung der Gemeindearbeiter
  • Fortbestand WE-Move gegebenenfalls durch Unterstützung durch die Gemeindeverwaltung
  • Errichtung eines Kinderspielplatzes
  • Erneuerung der Straßenbeleuchtung
  • Errichtung von Photovoltaikanlagen
  • Sanierung der Straße und der Nebenanlagen in Noppendorf inkl. Verkehrskonzept

Zur Vorgeschichte

Bei der Gemeinderatswahl 2020 ergab sich in Wölbling folgende Mandatsverteilung: SPÖ: 10 Mandate, ÖVP: 8 Mandate, Wölbling MITeinander: 3 Mandate. In den Tagen nach der Wahl kam es zu etlichen Gesprächen zwischen den drei Parteien sowie zu einem gemeinsamen runden Tisch am siebzehnten Februar 2020. Danach legte die Bürgerliste Wölbling MITeinander nach parteiinterner Diskussion fest, dass bei der Wahl der Bürgermeister zwei Mandatare Peter Hießberger ihre Stimme geben werden und ein Mandatar sich der Stimme enthalten wird. Somit würde es bei der Bürgermeisterwahl im Gemeinderat im Falle eines Stimmengleichstandes zu einem Losentscheid kommen. „Eine Losentscheidung, überspitzt formuliert ein ‚Streichholzziehen‘, ist aus unserer Sicht und der unserer Kollegen der SPÖ und der Volkspartei keine Basis für eine vernünftige Zukunftsentscheidung.“, so Gorenzel und Hießberger unisono. „Mit diesem Übereinkommen haben wir den Grundstein für die Arbeit der nächsten fünf Jahre gelegt. Endlich konnten Projekte in einem gemeinsamen Programm verankert werden, die essenziell für die Weiterentwicklung Wölblings sind."

Erleichterte Reaktionen von Gorenzel und Hießberger

"Ich bin sehr erleichtert, dass wir mit der VP einen Konsens gefunden haben und jetzt gewährleistet ist, dass wir zukünftig gemeinsam für die Weiterentwicklung unserer so lebenswerten Gemeinde arbeiten. Grundsätzlich war es mein Bestreben, dass diese gemeinsame Arbeit von allen im Gemeinderat vertretenen Fraktionen gleichberechtigt wahrgenommen wird. Dafür hätten wir von der SPÖ der Liste MIT einen zweiten Posten im Gemeindevorstand angeboten. Leider wurde dieser Vorschlag seitens der Liste MIT abgelehnt. Ich bin aber überzeugt davon, dass mit dem mit der VP abgeschlossenen Arbeitsübereinkommen der erste Schritt einer zukünftigen, partnerschaftlichen Zusammenarbeit getan wurde, und noch viele weitere Schritte folgen werden. Ich war und werde auch weiterhin mit großer Freude und Wertschätzung das Amt der Bürgermeisterin als Vertreterin der stimmenstärksten Partei ausüben. Mein Vorzugsstimmenergebnis setzte ein positives Zeichen über das Vertrauen der Bürger und bestätigt meinen politischen Auftrag.

, so Bürgermeisterin Karin Gorenzel.

„Es ehrt mich, dass mich zumindest zwei der drei Mandatare der Liste Wölbling Miteinander mit ihren Stimmen bei der Bürgermeisterwahl unterstützt hätten.“

, meinte Hießberger,

„Aber ein verantwortungsvoller Umgang mit den Wählerstimmen sieht meiner Einschätzung nach anders aus. Wir haben uns bei der Wahl um das Vertrauen der Bevölkerung und ihrer Stimmen beworben, um Verantwortung für unsere Gemeinde zu übernehmen. Gerne hätte ich diese Verantwortung auch als Bürgermeister übernommen. Mir geht es in erster Linie aber nicht nur um das Innehaben eines Amtes, sondern darum, unsere Gemeinde nach bestem Wissen und Gewissen verantwortungsvoll weiter zu entwickeln. Dazu gehört aus meiner Sicht ein vernünftiger Plan, eine Basis mit einem Koalitionspartner, die man jetzt auf Augenhöhe schafft und klarer Weise auch die Erstellung eines Arbeitsübereinkommens.

Autor:

Sarah Loiskandl aus Herzogenburg/Traismauer

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