Stunk: Kanal wird teurer! – Bürgermeister als Gebühren-Rebell

Steigende Kosten: Betriebsleiter Franz W. Groß sorgt mit seinem Team in der Verbandskläranlage Markersdorf für klares Wasser. Aus dem Politzwist hält er sich naturgemäß heraus. Foto: Pelz
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  • Steigende Kosten: Betriebsleiter Franz W. Groß sorgt mit seinem Team in der Verbandskläranlage Markersdorf für klares Wasser. Aus dem Politzwist hält er sich naturgemäß heraus. Foto: Pelz
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ABWASSERVERBAND ANZBACH-LAABENTAL/WÜRMLA (wp). Völlig verärgert zeigt sich Altlengbachs Ortschef Wolfgang Luftensteiner (SP) nach der Sitzung des Abwasserverbands Anzbach Laabental (zu dem neben St. Pöltner Gemeinden auch eine Tullner gehört): „Der Beitrag Altlengbachs wird einfach um 14 Prozent erhöht. Das sind mehrere 10.000 Euro im Jahr. Diese Erhöhung müssten wir an die Bürger weitergeben und die Gebühren erhöhen. Das ist nicht fair!“
Neustift-Innermanzings Vizeortschef Franz Tisch-Grubwieser (VP), er ist stellvertretender Abwasserverbandsobmann, kontert: „Es ist üblich, alle zehn Jahre die Gebühren zu prüfen. Durch neue Betriebe und steigende Bevölkerung steigen auch die Abwassermengen.“ Altlengbach hätte bei der Neubewertung die Raststätte in Steinhäusl „unter den Tisch fallen lassen“, so Tisch-Grubwieser. „Die Gemeinde verrechnet den Raststätten-Betreibern ja auch Abwassergebühren. Es geht nicht, dass Altlengbach kassiert und der Verband die Kosten trägt.“

Winter setzt auf Kompromiss
„Die Raststätte wird aber erst 2013 fertig, warum sollen wir schon jetzt mehr zahlen?“, meint Luftensteiner, der die Verbands-Schlichtungsstelle angerufen hat. Deren Vorsitzende, Anzbachs Ortschefin Karin Winter (VP), beruhigt: „Wir werden einen gerechten Mittelwert finden.“ Auch Luftensteiners Vorwurf, die anstehende 40-Jahr-Feier wäre zu teuer, lässt Tisch-Grubwieser nicht gelten: „Öffentlichkeitsarbeit ist wichtig, die Bevölkerung ist in die Feier eingebunden.“

Zur Sache:
Im Abwasserverband Anzbach-Laabental sind die neun Gemeinden Altlengbach, Brand-Laaben, Eichgraben, Maria Anzbach, Neulengbach, Neustift-Innermanzing, Pressbaum, Asperhofen und Würmla. Jährlich werden 3,7 Millionen Kubikmeter Wasser gereinigt, verursacht von derzeit ca 30.000 Einwohnern und 30 Betrieben.

Autor:

Bezirksblätter Archiv (Werner Pelz) aus St. Pölten

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