Einsatztaucher: 18 Feuerwehrmänner bestanden die härteste Prüfung

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NÖ. Die zählt zu den härtesten Ausbildungen im freiwilligen Feuerwehrwesen: jene zum Einsatztaucher. Bevor man jedoch zum Lebensretter unter Wasser wird, leck geschlagene Tankschiffe abdichten oder versunkene Autos bergen darf, werden von den Kandidaten konditionelle und technische Höchstleistungen abverlangt. Drei Jahre lang werden die Kursteilnehmer an ihre körperlichen und psychischen Belastungsgrenzen heran geführt. 18 junge Feuerwehrmänner haben die härteste Feuerwehrausbildung kürzlich bestanden. Sie sind die jüngsten Einsatztaucher Niederösterreichs.

70 hoch motivierte Männer starteten vor drei Jahren mit der Ausbildung zum NÖ Feuerwehrtaucher. Nach einem mehrstufigen theoretischen und praktischen Ausleseverfahren, schafften es schlussendlich 18 Teilnehmer bis zur einwöchigen Abschlussprüfung im kroatischen Sveta Marina. Dort mussten die Kandidaten in den Tiefen der Adria beweisen, ob sie in den drei Ausbildungsjahren zum Feuerwehr-Einsatztaucher gereift sind.

Wer in den Kreis der Einsatztaucher aufgenommen werden will, muss harte Prüfungen bestehen. Unter anderem 90 Minuten Streckenschwimmen bei starkem Wind und hohem Wellengang, Montagearbeiten ohne Tauchgerät (Apnoe) in fünf Meter Tiefe, Nachttauchgänge mit Kompassorientierung 15 Meter unter Wasser, Rettung eines Tauchers aus 25 Meter, Fahrzeugbergung in 20 Meter Tiefe, blinde (verklebte Taucherbrille) Montagearbeiten unter Wasser oder Notaufstieg aus 20 Meter mit Sicherheitsstopp.

Die einwöchige Prüfung muss deshalb im Meer stattfinden, da sich die Kursteilnehmer täglich mehr als sieben Stunden unter Wasser befinden. Und das wäre bei den kalten Temperaturen in Österreichs Seen nicht möglich.

In Niederösterreich sorgen derzeit 65 Einsatztaucher des NÖ Landesfeuerwehrverbandes, stationiert in den vier Landesvierteln, für Sicherheit unter Wasser. Die Teams verfügen über neueste Einsatzfahrzeuge, die mit modernsten Rettungsgeräten ausgestattet sind. Pro Jahr werden die Spezialisten zu etwa 20 Notfällen alarmiert. Die Palette reicht von der Menschenrettung bis zur Leichenbergung. Immer öfter werden die Taucher aber auch auf die Donau beordert. Und zwar, um leck geschlagene Frachtkähne abzudichten oder Verklausungen unter Brücken zu lösen.

Nach der bestanden Abschlussprüfung müssen sich die Einsatztaucher der Feuerwehr einem jährlichen Leistungstest sowie einer Gesundheitskontrolle unterziehen.

Text: Resperger /Fotos: Feuerwehr

Autor:

Bezirksblätter Archiv (Werner Pelz) aus St. Pölten

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