08.10.2014, 07:30 Uhr

"Wir waren, was ihr seid"

Selbst Kunstwerke schaffen: Legal wie "Gixl" und "Strunz" entlang der Graffiti-Wand.

Von Ex-Studenten an Neulinge: Sieben Tipps, um Niederösterreichs Landeshauptstadt kennenzulernen.

ST. PÖLTEN (red). Fast 1.000 der rund 2.500 Studierenden drücken seit Kurzem zum ersten Mal an der FH oder der NDU in einem Bachelor- oder Masterstudium die Hörsaalbank. Viele davon sind neu in St. Pölten. Wir haben szenekundige Ex-Studenten um Tipps gebeten, was man erleben muss, um die Stadt kennenzulernen.

1. Die Nacht zum Tag machen
"Die Beislszene ist durchaus attraktiv", meint Michael Müllner. Thomas Kainz bezeichnet sie anhand von Live-Musik, Poetry Slams und Lesungen als "florierend", sodass es durchaus lohnt, an einem Abend gleich mehrere Lokale abzuklappern. Los geht's am besten beim BarRock über die Bar Mittendrin und dem Egon bis zum Narrenkastl, wo die landen, "die später überbleiben".
2. Patriotisches Bier genießen
Die Traisen ist zwar schön, bei Durst sollte man sie aber meiden. Kainz rät indes zum "patriotischen Egger", an dem dank Braukessel im Kreisverkehr und hoch erhobener Werbetafel sowieso kein Weg vorbeiführt.
3. Barney Stinson spielen
Wer möchte nicht wie Barney Stinson aus der Serie „How I Met Your Mother“ Laser-Tag spielen? Im NXP-Lasertron ist's möglich.
4. Zeitgemäße Kunst schaffen
Sich selbst künstlerisch betätigen kann man entlang der Graffiti-Wand beim Citysplash. Wem das zu legal ist, der könnte Johannes – "als ich studiert habe, war St. Pölten noch ein schlafendes Dornröschen" – Reichls Vorschlag nachkommen: Die graue Lärmschutzwand entlang der Autobahn, die Spratzern vom Rest St. Pöltens trennt, bebildern.
5. Ausgiebig frühstücken
Absolute Hotspots sind die Cafés Emmi und Schubert. Apropos Café: Im Pusch gibt's die Original-Sankt-Pöltner-Prandtauer-Torte.
6. Architektur erfahren
Wer der besagte Prandtauer war, erfährt man im "Hauptstadtexpress", während man vorbei an "Napoleons Absteige" durch die Stadt gondelt. Die Fahrt bietet sich auch an, wenn man einmal partout nicht zu Fuß gehen will.
7. Am Friedhof Ruhe suchen
Wem nach lauter Unterhaltung auf der Uni, nach Passiv-Sporteln im "Traisenoval" oder nach durchzechter Nacht im Beisl nach Ruhe ist, findet diese entlang der Traisen oder an den St. Pöltner Seen. Zu abgedroschen? Dann auf zum Hauptfriedhof, wo etwa der jüdische Friedhof einen besonderen Reiz ausübt. Verabschiedet wird man dort – passend zu Ex-Studenten und Neulingen – mit dem Spruch: "Wir waren, was ihr seid – ihr werdet, was wir sind".
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