08.11.2017, 08:00 Uhr

Atlas: So besiegt die Region den Herztod

Im Foyer der Sparkasse Herzogenburg hängt ein Lebensretter: Franz Mayerhofer und Walter Dörflinger erklären ihren Defi. (Foto: Talkner)

In der Region Herzogenburg retten 12 Defibrillatoren im Ernstfall Leben. Wir zeigen wo.

REGION (bt). Wenn ein Mensch einen Herzanfall erleidet, werden die Minuten bis zum Eintreffen der Rettung zur Ewigkeit. Defibrillatoren können in solch einer Situation Leben retten. Auch in der Region Herzogenburg gibt es immer mehr Geräte. Die Bezirksblätter haben nachgefragt, wo Sie im Notfall einen Defi finden. "Es hat sich in den letzten Jahren sehr viel getan. Das Netz ist immer mehr verdichtet worden", berichtet Thomas Strobl, Sprecher vom Roten Kreuz Herzogenburg. In der Region maßgeblich dafür verantwortlich sind die Banken. In der NMS Traismauer, in der Herzogenburger Jubiläumsstraße und bei Biomin und Erber gibt es weitere Defis. Für Biomin-Geschäftsführer Franz Ertl ein gutes Gefühl: "Wir haben auch laufende Sicherheitsunterweisungen."

Service der Leben rettet

Federführend ist die Sparkasse, die jeden ihrer Standorte in der Region mit solch einem "Schockgeber" ausgestattet hat. "Unser Anliegen ist nicht nur das finanzielle Wohl sondern auch das gesundheitliche", begründet Vorstandsdirektor Walter Dörflinger, laut dem das Gerät der Herzogenburger Filiale "Gott sei Dank" noch nie gebraucht wurde. "Der in Wölbling war schon zwei Mal im Einsatz", weiß Kollege Franz Mayerhofer. Der Ersthelfer versichert: "Das Foyer ist immer offen, Tag und Nacht." Die Defis sind somit immer für jeden zugänglich.

Ernstfall erkennen

Doch wann müssen wir überhaupt zum Defi greifen? "Wenn man eine reglose Person sieht, also wenn sich wer nicht mehr rührt. Wenn ein Mensch bewusstlos ist, kann es immer ein Problem mit dem Herzen sein", erklärt Thomas Strobl. Zuerst sind aber Herz-Druck-Massage und Mund-zu-Mund-Beatmung essenziell. "Es ist wichtig, dass das Blut weiter zirkuliert und das Hirn mit dem noch vorhandenen Sauerstoff versorgt wird, um Folgeschäden zu verhindern", so Strobl. Während eine Person diese Maßnahmen durchführt, sollte eine andere den Defibrillator holen.

Es kann nichts passieren

"Das einzige was man falsch machen kann, ist wenn man nichts tut", versichert Strobl, der einen Erste-Hilfe-Kurs klar empfiehlt, Voraussetzung um zu helfen ist dieser aber keinesfalls. "Einschalten oder aufklappen und dann beginnt das Gerät automatisch mit den Ansagen was zu tun ist." Schritt für Schritt. Die erste Aufforderung lautet "Kompressionen auf den Brustkorb." Selbst wenn Ersthelfer die Situation falsch einschätzen, droht keine Gefahr. "Der Defi erkennt die Herztätigkeit, so wie ein Mini-EKG. Wenn man die Pads jemandem aufklebt, der bei Bewusstsein ist, wird kein Stromschlag ausgelöst", will der Rot-Kreuzler Angst nehmen.

Das ist im Ernstfall zu tun

Bei einem Atem-Kreislauf-Stillstand führt im Idealfall ein Ersthelfer die Herzdruckmassage und die Beatmung durch, während ein anderer Helfer die Defi-Elektroden auf den Brustkorb klebt. Schalten Sie den Defi ein und folgen Sie den Sprachanweisungen. Entnehmen Sie die Elektroden aus der Verpackung. Abbildungen zeigen Ihnen, wohin die Elektroden geklebt werden sollen. Kleben Sie die Elektroden fest auf den nackten und trockenen Brustkorb. Elektroschock auf Aufforderung des Gerätes abgeben, den Patienten dabei nicht berühren.

Zur Sache

Wenn Sie wissen, wo ein Defi angebracht ist, der nicht in dieser Liste ist, dann senden Sie den genauen Standort des Gerätes an defi@bezirksblaetter.at oder tragen Sie ihn unter hier nach. Den Atlas mit allen Defis in NÖ finden Sie unter meinbezirk.at/defi



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