11.09.2014, 15:48 Uhr

Bilanz: 46.000 Besucher im Citysplash

Bäderchef Martin Fuchs, Doris Schweitzer, Leiterin des Fachbereichs Gesundheit, und Bürgermeister Matthias Stadler sind sich einig: „Gerade in der kalten Jahreszeit und bei schlechter Witterung ist die Aquacity mit ihrem vielfältigen Angebot – von Sauna über Rutsche bis hin zum Whirlpool – immer einen Besuch wert.“ (Foto: mss/Vorlaufer)

Der Badespaß soll nach dem Sommer in der Aquacity weitergehen.

ST. PÖLTEN (red). Die erste Badesaison im neuen Sommerbad ist zu Ende. Das „citysplash“ kann - trotz des durchwachsenen Wetters - laut der Stadt St. Pölten auf durchwegs erfolgreiche Monate zurückblicken, sowohl hinsichtlich der Besucherzahlen, als auch was die Energiekosten betrifft.

Einsparung von 15.000 Euro

Trotz des schlechten Wetters konnte von der Eröffnung des „citysplash“ im Juni bis Anfang September im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres ein Umsatzplus von knapp 30 Prozent verzeichnet werden. Gesamt konnten rund 46.000 Besucher begrüßt werden. „Tatsächlich ist der Besucherzuwachs vermutlich sogar wesentlich höher, da in den letzten Jahren die Eintritte der Dauerkartenbenutzer auf Grund des alten Kassensystems nur geschätzt werden konnten“, zieht BürgermeisterMatthias Stadler Bilanz. Er weiß: „Alle anderen Bäder in Niederösterreich leiden extrem unter dem schlechten Sommer. Besucher- und Einnahmeneinbußen bei den Freibädern liegen hier im Bereich von 30 bis 50 Prozent.“
Bedingt durch ein neues Fernwärme-Heizsystem mit Wärmepumpen konnten Einsparung bei den Heizkosten von mehr als 15.000 Euro im Vergleich zu den Vorjahren erzielt werden. Auch für die nächste Badesaison sind Neuerungen geplant. So soll auch beim Sandspielbereich durch ein zusätzliches Sonnensegel Schatten garantiert sein.

Änderungen im Tarifsystem

Die Änderungen im Tarifsystem des Sommerbades können sich laut der Stadt ebenfalls sehen lassen. Bäderchef Martin Fuchs nennt dazu ein Beispiel: „Vormittags-und Nachmittagskarten gab es bis dato nur für Erwachsene. Wir haben diesen Kartentyp nun auch für Senioren, Studenten, Präsenzdiener, Zivildiener, Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Jugendliche, Kinder und Familien geschaffen. Alleine von den Kinder-Halbtageskarten wurden 4.376 Stück verkauft.“
Selbiges, wie für die Vormittags-und Nachmittagskarten, wurde auch für die 2-Stundenkarten angewandt. „Die Nachzahlungen bei Überzeit wurden um mehr als die Hälfte reduziert, was bedeutet dass das neue Tarifsystem wesentlich übersichtlicher, schlanker und effektiver ist“, so Fuchs.
Auch der neu geschaffene Sporttarif war ein Erfolg: 403 HobbysportlerInnen besuchten das „citysplash“ in der Zeit zwischen 7 und 9 Uhr (vor der offiziellen Öffnungszeit).
Die Spaßattraktion „Wasserlaufbälle“ wurde von über 500 Besuchern benutzt.
Eine Analyse der vorliegenden Daten ergab: Die Duschen wurden von mehr als 30.000 Badegästen maximal fünf Minuten benutzt. „Es wurden nur zusätzliche 92 Duschkarten verkauft, was wohl belegt, dass fünf Minuten Duschzeit ausreichend sind“, hält Fuchs fest.

Minus bei Kinderkarten

Festzuhalten bleibt jedoch auch ein „positives Minus“. Bei den Kinderkarten wurden um satte 10.000 Stück weniger verkauft. „Das kommt daher, weil im neuen Sommerbad Kinder bis zum sechsten Lebensjahr kostenlosen Eintritt erhalten. Bis jetzt lag die Grenze bei drei Jahren. Ich freue mich, dass wir so vielen Familien etwas unter die Arme greifen und auch Personen mit kleinem Haushaltsbudget das Schwimmen ermöglichen konnten“, so Bürgermeister Mag. Matthias Stadler

Baden in der kalten Jahreszeit

Pünktlich zum Schulbeginn hat auch die „aquacity“ wieder ihre Tore geöffnet. Nach den üblichen Revisionsarbeiten während der Sommerferien (Becken auslassen, Grundreinigung, Wartung der technischen Anlage, etc.) steht der Badetempel in der Innenstadt wieder mit gewohntem Angebot und einigen Neuerungen zur Verfügung.
Jeden Freitag, von 17.30 bis 18.15 Uhr, steht Aquagymnastik am Programm, Spezialaufgüsse gibt es jeden Mittwoch und Freitag in der Damen- und Herrensauna sowie samstags in der gemischten Sauna.
Im Umkleideraum der Damensauna wurde eine große Kabine geschaffen, um den Damen auch während des gemischten Betriebes ein ungestörtes Umkleiden zu gewährleisten. Außerdem wurde im Eingangsbereich der Duschen in der Damensauna eine Trennwand mit Türe eingebaut, um den Besucherinnen noch mehr Privatsphäre zu garantieren.

Neue Tarife auch in der „aquacity“

„Das neue Tarifsystem und die Öffnungszeiten wurden reiflich überlegt. Alle Vor –und Nachteile wurden abgewogen, um ein fortschrittliches Tarifsystem zu schaffen, dass der Positionierung der aquacity und den aktuellen Anforderungen gerecht wird. Der Schwerpunkt sollen transparente und preisgünstige Tarife für Jung und Alt sein, die Familienfreundlichkeit soll dabei keinesfalls zu kurz kommen. Natürlich mussten wir auch betriebswirtschaftliche Anforderungen in Betracht ziehen und die stetig steigenden Energiekosten berücksichtigen. Dennoch kann man nirgends billiger Schwimmen gehen, als in der Landeshauptstadt“, hält der Leiter der städtischen Bäderverwaltung Martin Fuchs fest.

Sauna, Ruhebereich und Infrarotkabine

So bietet die „aquacity“ trotz günstiger Eintrittspreise unter anderem laut Stadt auch noch immer die meiste Saunazeit pro Woche im landesweiten, öffentlichen Bädervergleich. In Damen- und Herrensauna kommen so jeweils 22 Wochenstunden, für den gemischten Betrieb 61 (insgesamt also 105) Wochenstunden zusammen.
Die drei Sauna-Bereiche der „aquacity“ verfügen über je zwei Biosaunen, Kneippstationen, Kräuterdampfbäder, Kalt- und Warmwasserbecken sowie Solarien. Das Angebot wird von einer herrlichen Dachterrasse und über 200 Quadratmeter-Ruhebereich abgerundet. Die Benutzung einer Infrarotkabine ist ebenfalls im Eintrittspreis inbegriffen.
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