11.04.2018, 08:14 Uhr

Ersatzmaßnahmen zur Schließung der EK "Himmelreich" vorerst abgelehnt

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Bürgerversammlung lehnten die Kompromissvariante einstimmig ab. (Foto: Privat)
TRAISMAUER (pa). Bei der Bürgerversammlung zur Schließung der ÖBB-Kreuzung "Himmelreich" im FF-Haus Frauendorf wurde über Ersatzmaßnahmen für den für die Landwirte der Stadtgemeinde Traismauer wichtigen ÖBB-Bahnübergang diskutiert. So wären vom Traismaurer Bürgermeister Herbert Pfeffer Ersatzwege zur Erreichung der landwirtschaftlichen Nutzflächen südlich der Bahntrasse noch vor der Schließung versprochen worden, heißt es von der Bürgerliste MIT.

Erste Ersatzmaßnahmen einstimmig abgelehnt

Die Lösung für ein Ersatzwegnetz kämen allerdings laut Bürgermeister Pfeffer von Stadtrat Georg Kaiser und den Betroffenen selbst:
"Da es sich abzeichnet, dass eine der im Übereinkommen zwischen ÖBB-Infrastruktur AG, dem Land NÖ und der Stadtgemeinde ausverhandelten und im Gemeinderat mehrheitlich beschlossenen Ersatzmaßnahmen nicht durchführbar ist, soll der bestehende Vertrag abgeändert werden.", hört man dazu von Seiten der ÖVP, "Allerdings lehnten die circa fünfzig Anwesenden, von der Schließung direkt betroffenen Personen, einstimmig die neu ausverhandelten Ersatzmaßnahmen ab. Ein erforderlicher Ersatzweg kann mangels Verfügbarkeit der Grundstücke nicht errichtet werden, was nunmehr durch die bereits erfolgte Schließung der Eisenbahnkreuzung zu einer Verlagerung des landwirtschaftlichen Verkehrs auf die nahegelegene stark befahrene LB 43 zur Folge hat. Dadurch wird die Verkehrssicherheit durch langsam fahrende Fahrzeuge aber auch aufgrund einer langgezogenen Kurve mit einer Fahrbahnkuppe beeinträchtigt."

Aktuellstes Übereinkommen laut Pfeffer beste Lösung

So wurde eine Einigung, aufbauend auf dem gültigen Übereinkommen und der Tatsache, dass Teile davon nicht umsetzbar sind, mit dem Verhandler der ÖBB-Infrastruktur erzielt. Auf Vorschlag von Landwirtschaftsstadtrat Kaiser wurde vereinbart, dass gemäß Übereinkommen jener Teil des Ersatzwegenetzes umgesetzt wird, wo die dazu benötigten Flächen im Besitz der Stadtgemeinde sind. Weiters werden östlich bestehende Güterwege saniert und gegebenenfalls asphaltiert, ebenso der nördliche Begleitweg entlang der Bahn. Wiederinstandsetzungen und Reparaturarbeiten aufgrund von Bauschäden wurden ebenfalls vereinbart. 
Diese Ersatzmaßnahmen wären nach Bürgermeister Pfeffer die beste Alternative: "Es ist davon auszugehen, dass die aktuelle Variante zur Umsetzung kommen wird. Da die benötigten Flächen für die im Übereinkommen dargestellten Ersatzwege weiterhin von der ÖBB nicht angekauft werden können, ist das die einzige sinnvolle Lösung! Doch ich werde selbstverständlich noch einmal das Gespräch mit den betroffenen Landwirten suchen."

0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.