12.09.2017, 19:23 Uhr

Familiendrama in Gemeinlebarn (mit Video)

Hier ereignete sich das Familiendrama. (Foto: Zeiler)

Mord und Selbstmord in 669 Seelen-Gemeinde.

GEMEINLEBARN (pa). "Wir haben das Paar und natürlich auch den Mann gekannt", sagt Nachbar Alexander Mück.
Dienstag, 12. September 2017, ereignete sich ein Familiendrama in der kleinen 669 Seelen-Gemeinde. "Heute wurden in einem Haus in Gemeinlebarn zwei Personen mit Schussverletzungen aufgefunden, die beim Eintreffen der Kollegen bereits tot waren" bestätigt Raimund Schwaigerlehner, Pressesprecher der Landespolizeidirektion NÖ. Es  handelte sich um einen 83-jährige Mann, der seine 85-jährige Gattin durch einen Schuss mit einer Langwaffe getötet und im Anschluss daran durch einen Schuss Selbstmord verübt habe. Das Motiv dürfte eine Krankheit gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft St. Pölten traf keine weiteren Verfügungen.

Situation eskaliert

"Er hatte zwei Gesichter", sagt Anrainerin Maria B. "Gegenüber den Nachbarn war er immer hilfsbereit und freundlich". Seiner Familie gegenüber soll er aber die andere Seite gezeigt haben, nämlich die aggressive.
Wie es zu dem Vorfall kam? Seine Frau wohnte schon einige Jahre nicht mehr in dem Haus, jedoch soll sie überlegt haben, wieder bei ihm einzuziehen. Dienstag ist die Situation eskaliert: Ein Sohn kam mit der Mutter  zurück, als sich dieser im hinteren Teil des Grundstückes aufhielt, vernahm er Schüsse. Die Einsatzkräfte wurden alarmiert, der Rettungshubschrauber landete. Reanimationsversuche blieben erfolglos. 

Anrainer betroffen

"Ich habe gedacht, dass sie jetzt vielleicht harmonischer zusammenleben werden – aber damit habe ich nicht gerechnet", sagt eine Anrainerin.

Hier geht's zum Video:


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