13.10.2014, 17:30 Uhr

"Groovin' High" fiel ins Wasser

Remigius Rabiega zeigt sich ob der untersagten Veranstaltung erbost. (Foto: Archiv)

Veranstalter übt Kritik an Behörde, es steht Aussage gegen Aussage

ST. PÖLTEN (jg). Den vergangenen Freitag hätten sich Fans der Musikgruppe "Groovin' High" und Veranstalter Remigius Rabiega anders vorgestellt: Das Event im Bootshaus der Naturfreunde wurde von der St. Pöltner Behörde nicht genehmigt – Für Rabiega eine "Frechheit".

Vom Kultig ins Bootshaus

Ursprünglich hätte das Konzert im Kultig stattfinden sollen. Da dieses in Konkurs ging, machte sich Rabiega auf die Suche nach einer neuen Location für die damals bereits genehmigte Veranstaltung und wurde im Bootshaus fündig. "Nachdem ich erfahren habe, dass die Veranstaltung im Kultig nicht stattfinden kann, habe ich bei der Veranstaltungsbehörde angerufen und gefragt, was man machen kann. Mir hat man mitgeteilt, dass man sich darum kümmern wird", so Rabiega, der letztlich davon ausging, dass die Verlegung ins Bootshaus, da er bis kurz vor der Veranstaltung nichts Gegenteiliges gehört habe, auch kein Problem darstelle.
Erst über einen befreundeten Polizisten habe der Veranstalter schließlich kurz vor der Veranstaltung erfahren, dass diese von der Behörde untersagt sei. "Von der Behörde habe ich dahingehend nichts erfahren", so Rabiega erbost. Aus Sicht der Stadt stellt sich die Angelegenheit allerdings anders dar: Rabiega habe erst am Tag vor der Veranstaltung ein E-Mail an die Behörde geschickt. Von einem früheren Telefonat wisse man nichts und im Grunde brauche man für eine Verlegung der Veranstaltung einen neuen Antrag.

Bescheid per Mail verschickt

Da Rabiegas Nachricht schließlich zu kurzfristig eingetroffen sei, sei der Behörde nichts anderes übrig geblieben, als die Veranstaltung zu untersagen. "Wenn die Behörde da nicht einschreitet, ist es fahrlässig", so Stadtsprecher Martin Koutny. Schließlich sei die Sicherheit der Bürger die oberste Prämisse im Magistrat.
Zudem sei der ablehnende Bescheid nicht nur an die Polizei ergangen, sondern per E-Mail auch an den Veranstalter geschickt worden.
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