10.09.2014, 14:38 Uhr

Mobilitätspreis für St. Pöltner Generalverkehrskonzept

DI Gregor Gradnitzer und DI Jens de Buck von der Stadtplanung, Bürgermeister Mag. Matthias Stadler und Stadtrat Robert Laimer freuen sich über den Mobilitätspreis für die Landeshauptstadt. (Foto: mss/Vorlaufer)
ST. PÖLTEN (red). Die Stadt St. Pölten wurde für ihr Generalverkehrskonzept mit dem 10. VCÖ-Mobilitätspreis Niederösterreich ausgezeichnet. Laut dem Konzept soll bis zum Jahr 2025 der Anteil der zu Fuß, mit dem Rad und mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegten Wegen von 44 auf 52 Prozent erhöht werden. Sogenannte "Lebensraumachsen" in der Stadt sollen dahingehend fußgänger- und radfahrfreundlich umgestaltet, der Öffentliche Verkehr bevorrangt und der motorisierte Individualverkehr reduziert werden.

Insgesamt wurden 45 Projekte für den Preis des Verkehrsclubs Österreich, der in Kooperation mit dem Land und dem ÖBB-Postbus durchgeführt und von der Niederösterreichischen Industriellenvereinigung unterstützt wurde, eingereicht. "In Niederösterreich gibt es viele Ideen für eine klimafreundliche, energieeffiziente und gesunde Mobilität. Der VCÖ-Mobilitätspreis holt vorbildhafte Projekte vor den Vorhang und motiviert andere, sie ebenfalls umzusetzen", hält Umweltlandesrat Stephan Pernkopf anlässlich der Preisverleihung fest.

Mit dem Rad zum Mond

Neben St. Pölten wurde auch der Verein "WIR FÜR Dietmanns" mit dem Projekt "Großdietmanns radelt zum Mond", im Rahmen dessen 340 Bürger der Gemeinde zusammen 276.000 Kilometer per Rad zurücklegten, ausgezeichnet. Das dritte ausgezeichnete Projekt ist der Bürgerbus "Ernsti-Mobil" aus Ernstbrunn, der seit November 2011 im Einsatz ist. Der Bürgerbus bringt vor allem jene, die über kein Auto verfügen, zum Einkaufen, zum Arzt oder um Behördenwege zu erledigen.

Kurze Strecken im Alltag

Mehr als ein Drittel der Alltagswege in Niederösterreich werden laut dem VCÖ umweltfreundlich zu Fuß, mit dem Rad und mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt. Je nach Ziel und Zweck ist der Anteil der umweltfreundlichen Mobilität verschieden. Am umweltfreundlichsten wird der Weg zur Schule zurückgelegt, mehr als drei Viertel kommen zu Fuß, mit dem Rad, Bahn oder Bus. Bei Freizeitzielen, wie Kaffeehaus, Kino oder Schwimmbad sind es rund vier von zehn Strecken, während es beim Arbeitsweg und bei Einkäufen nur drei von zehn sind. "Etwa jede elfte Autofahrt ist kürzer als ein Kilometer, 40 Prozent sind kürzer als fünf Kilometer. Kurze Strecken im Alltag statt mit dem Auto zu Fuß zu gehen oder mit dem Fahrrad zu fahren ist eine gute vorbeugende Medizin etwa gegen Herz-Kreislauferkrankungen. Zudem ist gerade bei kurzen Autofahrten der Spritverbrauch pro Kilometer extrem hoch", so VCÖ-Sprecher Christian Gratzer.
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