10.11.2017, 14:16 Uhr

Schlossküche Balthasar wird zum Aufsteiger 2018 gekürt

Andreas Purt (Geschäftsführer Mostvirteltourismus GmbH), Walter Pernikl (Obmann "Weinstraße & Tourismus Traisental-Donau"), Monika Mörwald (Vereins- und Projektbetreuerin, ebd.) mit den Betreibern der Balthasar Schlossküche Markus Katschnig und Martin Prückler und Wirtshausführer-Herausgeber Klaus Egle feiern die Anerkennung. (Foto: Walter Pernikl)

In der brandneu erschienenen Ausgabe des Wirtshausführers 2018 erntet ein Walpersdorfer Gastronom Vorschusslorbeeren.

WALPERSDORF (pa). Oberrohrbach in Niederösterreich war für einen Abend das Zentrum der österreichischen Wirtshausszene. Am zweiten Oktober stellten diea Herausgeber Renate Wagner-Wittula, Elisabeth und Klaus Egle mit dem "Wirtshausführer 2018" die 19. aktualisierte Ausgabe mit über 1.000 von erfahrenen Kulinarikredakteuren handverlesenen Wirtshäusern in Österreich und weiteren 200 im Raum Adria, Friaul, Istrien, Slowenien und Südtirol vor. Neu erhoben wurden 340 Lokale mit dem Feature "Selbst gemachte Produkte".

110 neue Lokale und Extra-Weinführer

Dazu kommen 110 neu entdeckte Lokale. Ein neu beigelegter Extra-Weinguide "Wein mit Egle" wartet mit Tipps und Trinkempfehlungen vom bekannten Weinbuch-Autor Klaus Egle auf. 375 vegane Tipps und eine große Österreichkarte ergänzen kompakt und übersichtlich den in der Genussszene anerkannten kulinarischen Leitfaden.

Prämierungen bei festlichem Galadinner

Die Herausgeber des Wirtshausführers konnten unter den über hundert Gästen aus Gastronomie, Politik, Wirtschaft und Tourismus den Stellvertreter der NÖ Landeshauptfrau Stephan Pernkopf, weiters Mario Pulker, den Obmann der Gastronomie Wirtschafskammer Österreich und den Geschäftsführer der Niederösterreich Werbung, Christoph Madl begrüßen. Mit dem festlichen Galadinner ehrten die zahlreich erschienen Vertreter aus der Wirtshausbranche den „Wirtshausführer Wirt 2018 Goldenes Bründl" aus Niederösterreich, „Wirtshausführer Winzer 2018 Georg Prieler“, „Wirtshausführer Weinmensch 2018 Wolfram Pirchner", „Wirtshausführer Produzent 2018 Cult Beef" und die „Wirtshausführer Weinwirte 2018“ und die „Wirtshausführer Aufsteiger 2018" für jedes Bundesland. Als Jury fungierten die Wirtshausführer Kulinarikredakteure gemeinsam mit den Herausgebern.

Talentierte Quereinsteiger holen Auszeichnung

Es bedurfte einiger Anläufe, um die Schlossküche im Schloss Walpersdorf im unteren Traisental mit adäquatem kulinarischem Leben zu erfüllen – doch mit dem Einzug des "Balthasar" dürfte man nun am Ziel angekommen sein. Verantwortlich dafür sind die beiden Quereinsteiger Martin Prückler und Markus Katschnig, die sich für die Küche den bei Gerhard Fuchs, im "Taubenkobel" und "Landhaus Bacher" erprobten Roland Pieber holten. Der kocht im wunderbar entspannten Ambiente der alten Schlossküche Klassiker vom Gulasch bis zum Wiener Schnitzel, wie man sich das vorstellt. Doch das ist noch längst nicht alles.

Tradition trifft kreative Küche

Der Meisterkoch läuft in der Abteiltung "Kreatives aus regionalen Zutaten" so richtig zur Höchstform auf. Köstlich gebratenes, nicht nur "gar-gestreicheltes" Lamm, dichte, geschmackvolle Bärlauchsuppe mit Bio-Stunden-Ei oder der saftig-zarte Seesaibling vom Haimel in Traismauer machen schnell klar: Das Traisental ist um eine erste kulinarische Adresse reicher.

Selbst gemachte Produkte voll im Trend

Produkte selber machen ist auch im Wirtshaus der neue Trend. In den Regalen stapelt sich die selbstgekochte Marmelade, es gibt selbst gepresste Säfte von den eigenen Obstbäumen, hausgeräucherte Fische vom eigenen Teich, selbst geselchter Speck, Brot wird selber gebacken und Kräuter und Gemüse im Garten angebaut. So mancher Wirt verarbeitet die von eigener Hand erlegten Wildtiere zu Würsten und Pasteten. Was früher in einem Wirtshaus selbstverständlich war, setzen bereits 340 Wirtshäuser mit steigender Tendenz heute wieder um: Entweder eingebaut als spezielleres Angebot auf der Speisekarte oder für den Verkauf gedacht.

Essen mit Liebe

Der Gast nimmt das neue Angebot begeistert an, "denn den Gästen geht es dabei auch um die Emotion, die vermittelt wird", sagen Renate Wagner-Wittula und Elisabeth und Klaus Egle. „Der Gast hat gelernt auf die Kilometer zu achten, die ein Produkt zurückgelegt hat, ehe es auf den Teller kommt. Hat er das Bild vor Augen, wie die Wirtin Gemüse aus dem Garten holt, schafft das Vertrauen." Mit der Bezugsquelle vor Ort werden kleine Geschichten vermittelt und eine Beziehung zwischen Gast und Wirt wird aufgebaut.

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