03.10.2017, 08:34 Uhr

Traisentaler unter Strom

Süleyman Zorba und Alexander Simader bei einem der Autos des Vereins "Move".

In den Medien wird viel über elektrisch angetriebene Autos berichtet. Wir haben uns im Traisental umgehört.

TRAISENTAL. Betrachtet man die Zahlen im Bezirk, erkennt man eine verstärkte Zunahme der Elektroautos. Waren es im Jahr 2016 noch 80, sind es mit Stichtag Ende August schon fast doppelt so viele. Der Verein "Move" aus Herzogenburg will den Einstieg in das Fahren von E-Autos erleichtern.

Das erste Kennenlernen

Zwei Tankstellen hat der Verein in Traismauer und in Herzogenburg schon errichtet. Den Gemeinden gehörend, sind sie grundsätzlich öffentlich und frei zugänglich, gehören aber zum Projekt "Car-Sharing". Das Ziel ist es, die Bewohner für die E-Automobiliät zu begeistern (siehe "Zur Sache") . Man erkennt, das Projekt kommt bei den Leuten an. Bis zu 30 Personen nützen jeden Monat eines der Autos. "Man muss es einfach testen, um zu wissen, ob man einsteigen will", so Süleyman Zorba, Obfrau Stellvertreter des Vereins "Move".

E-Autos für zu Hause

Energieberater der Stadtgemeinde Traismauer Alexander Simander ist seit fünf Jahren begeisteter Fahrer eines E-Autos. "Ich habe eine Photovoltaikanlage zu Hause, mit der ich meine Fahrzeuge lade", so Simader. Für ihn ist das Fahren mit elektrisch angetriebenen Autos unproblematischer - kein Schalten und keine Vibration am Lenkrad, somit ist es ein ruhigeres Fahren. "Wenn ich unterwegs bin und eine E-Tankstelle sehe, stecke ich an, egal ob das Auto noch Kapazität hätte."
Auch die Unternehmen steigen um: Wie etwa Margit und Stefan Aufhauer-Pinz von der Firma "kommunaldialog". Sie nutzen ihr Fahrzeug als Dienstauto, aber auch für private Zwecke. "Da es zu unserer Firmenphilosophie gehört, nutzen wir unser E-Auto für fast alle unsere Strecken. Unser zweites Benzinfahrzeug wird nur im äußersten Notfall verwendet", so Margit Aufhauser-Pinz. Eine eigene Ladestation gibt es im Büro sowie zu Hause. Dort wird auch aufgeladen. "Wir benutzen keine öffentlichen Tankstellen, sondern wir benutzen nur unsere eigenen mit Ökostrom", erzählt Stefan Aufhauser.

Zur Sache

Mit Stichtag Ende August sind lait VCÖ 140 E-Autos im Bezirk St. Pölten land angemeldet. Je nach Modell und in Abhängigkeit der Außentemperatur haben diese eine durchschnittliche Reichweite von 270 Kilometer. Verein "Move": Um sich die Autos ausborgen zu können muss man Mitglied sein. Detaillierte Informationen finden Sie unter www.move-herzogenburg.at
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