03.10.2017, 08:31 Uhr

Von der Kunst bis zum Lippenstift und Wimperntusche

Redakteurin Melanie Jaklitsch und Sascha Rier bei dem Interview.

Sascha Rier ist mit seiner Travestieshow im Bezirk bekannt. Wir haben ihn in seinem Atelier besucht.

TRAISMAUER. "Lieber verrückt als einer von euch."-diesem Lebensmotto bleibt Sascha gerne treu. Ob bei Auftritten als Travestiekünstler oder bei Arbeiten in seinem Atelier.

Würden Sie sich als vielseitigen Menschen bezeichnen?

Auf jeden Fall. Ich habe mir mein Leben frei gestaltet und immer das gemacht was mir Spaß macht. Manchmal tobe ich mich kreativ in meinem Atelier aus, dann arbeite ich wieder am neuen Programm für unsere Travestieshow.


Woher kam die Idee zu einer Travestieshow?

Bei dem Stadtfest in Herzogenburg, das vor 24 Jahren gegründet wurde, wurden Mitternachtseinlagen gesucht. Nachdem ich mir mit Freunden eine Travestieshow in Wien angeschaut habe, wurde diese verrückte Idee ins Leben gerufen.

Gibt es ein besonderes Erlebnis?

Viele. Als eine 90-Jährige uns als Überraschung für ihre Zwillingsschwester engagierte. Oder wenn die Kinderaugen bei unserer Demaskierung leuchten.
Sie haben auch ein Atelier. Wie kann man sich ihre Arbeit als Künstler vorstellen?
Ich bin nicht der typische Künstler - was will uns der Künstler mit diesem Bild sagen. Ich bin eher ein Archivar und sammle seit meinem 15. Lebensjahr Gegenstände und Möbel - ich bin aber kein Messi (grinst). Und dann verändere ich sie in benutzbare, kreative Werke. Jedes Stück schafft Atmosphäre.


Fahren Sie zu Ausstellungen?

Ja, wenn mich die Location reizt. Mit der Schupfengalerie Remi haben wir in Nö.Landesbrücke, Steigenhausgalerie Renner Langenlois, Weinstadt Museum Krems
ausgestellt. Meine Kreationen stehen aber auch in vielen Lokalen.

Gibt es etwas, das Sie im Leben erreichen wollen?

Ich habe eigentlich kein genaues Lebensziel. Wenn ich 80 Jahre werde ist es schön (lacht). Mein Lebensweg ist nicht gerade. Ich schaue auch nach links und rechts, mache das, was für mich möglich ist und was mir jetzt gerade in diesem Zeitpunkt Spaß macht. Täglich aufs Neue das Leben genießen.


Wie sieht die Zukunft aus?

Solange ich im Publikum das Feuer entfachen und die Emotionen wecken kann, möchte ich auf der Bühne stehen und den Applaus, das Lachen aber auch die Tränen bei Benefizveranstaltungen genießen. In der Kunst Gegenstände, die schon Geschichten erzählen, erhalten und Neues kreieren.
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