25.10.2017, 16:18 Uhr

Zeitreise im unteren Traisental: Der Weg nach oben

Die Donaubrücke in Traismauer ist eine der wichtigen Zutaten für die Schaffung des Zentralrraumes in NÖ.

Im Jahr 1989 fiel der Eiserne Vorhang. Seither hat sich vieles in der Region um Herzogenburg und Traismauer getan.

REGION HERZOGENBURG/TRAISMAUER (mh). Wo 1989 noch die Donau im Weg war, verbindet heute die Donaubrücke "St. Georg" bei Traismauer die S33 mit der S5. Wo sich früher nur die Einheimischen zum Heurigen verirrten, heimst heute das Weinbaugebiet Traisental einen Preis nach dem anderen ein. Wo früher das alte Rathaus nostalgischen Charme verbreitete, passt nun der Neubau zum schicken Herzogenburger Rathausplatz. Wie das ganze Bundesland hat sich auch die Region Herzogenburg/Traismauer seit dem Fall des Eisernen Vorhangs entwickelt. Die Bezirksblätter auf den Spuren der Veränderung.

Donaubrücke als Impuls

Für den ehemaligen Traismaurer Wirtschaftsstadtrat Lukas Leitner haben die Stadtgemeinde Traismauer und auch die Umlandregion in den letzten Jahren enorm profitiert. "Durch die Donaubrücke besitzen wir seit 2010 eine hervorragende Verkehrsanbindung, die Wirtschaftszahlen entwickeln sich seit 2010 steil nach oben." Aber nicht nur diese hochrangige Verkehrsanbindung ist für Leitner ein wesentlicher Impuls: "Auch die anhaltende positive Gesamtentwicklung der Region um St. Pölten durch die Landeshauptstadtentwicklung und vor allem auch die kulturellen Impulse von Grafenegg helfen der Region, unter anderem auch durch steigende Nächtigungs- und Besucherzahlen.

Nahe bei Grafenegg

Für Elisabeth Eder, Topothekarin und Stadthistorikerin in Traismauer, hat die Ostöffnung auf längere Sicht einen Zuzug bewirkt: "Die Wohnungen sind bei uns preisgünstiger als im Speckgürtel rund um Wien. Dadurch haben wir mehr Kinder und eine Vergrößerung der Hauptschule war notwendig. Der Spatenstich für den Um- und Zubau erfolgte im Juni 1989."

Schicker Rathausplatz

Eine großartige Steigerung sieht Eder auch im Weinbau: Das Weinbaugebiet Traisental hat heute einen tollen Stellenwert. Unsere Winzer beliefern die ganze Welt, werden mit Preisen überhäuft und sind gut im Geschäft. Die Nachbarstadt Herzogenburg kann ebenfalls auf eine positive Entwicklung zurückblicken, die beispielsweise architektonisch umgesetzt wurde. Auf die Neugestaltung des Rathausplatzes im Jahr 2011 folgte nun die Eröffnung des neuen Rathauses.

3 Fragen an ...

Elisabeth Eder, Topothekarin und "Stadthistorikerin" in Traismauer

Wie haben Sie die Öffnung des Eisernen Vorhangs erlebt?
"Für mich als Nachkriegskind war es eine Sensation, dass so etwas passieren kann. Solange ich gelebt habe, war die Ostgrenze immer geschlossen."

Was hat sich in Niederösterreich seit damals verändert?
"Durch die Ostöffnung ist es vor allem in Niederösterreich zu einer Neustrukturierung der Verkehrswege gekommen."

Gibt es für die Region positive Auswirkungen?
"Für uns ist das Weinviertel durch die Donaubrücke in Traismauer als Absatzgebiet interessanter geworden."

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