23.09.2014, 15:30 Uhr

Gegenwind: Herzogenburg lehnt Windkraft ab

Nach Sitzenberg-Reidling spricht sich auch Herzogenburg gegen neue Windkraftanlagen in Gemeindenähe aus.

HERZOGENBURG (je). Herzogenburg hat einen Grundsatzbeschluss über mögliche Windkraftanlagen in Nachbargemeinden gefasst. Mit drei Gegenstimmen wurde dieser bestätigt. Wie schon vor der Erstellung des Windkraftzonenplans vom Land NÖ spricht sich die Mehrheit gegen neue Windkraftanlagen aus. Man will damit eine Einkesselung der Gemeinde mit Windrädern, im Westen sind es 13, im Süden demnächst zusätzliche vier, verhindern.

Grüne gegen Entscheidung
Die Grünen rund um Franz Gerstbauer sind mit dem klaren Nein gegen Windkraft nicht einverstanden. Da eine Energiewende nötig sei, müsse auch die Windkraft forciert werden und dürfe nicht kategorisch abgelehnt werden. "Grundsätzlich dagegen zu sein ist kontraproduktiv", so Gerstbauer.

Kernzone Traismauer
Laut Bürgermeister Pfeffer verbleiben nun in der Kernzone Traismauer, in der ohne Zustimmung der Nachbargemeinden Windräder errichtet werden können, drei bis fünf mögliche Windräder. In diesem Zusammenhang kritisiert die Bürgerliste MIT, dass bisweilen noch keine Pläne und Visualisierungen vorliegen, die mögliche Konstellationen in der Kernzone darstellen. Bei den Informationsveranstaltungen wurden bisher vier, sieben und elf Windräder genauer ausgewiesen. Zudem fordere man, dass bei der anstehenden Volksbefragung nicht über Windkraft im Allgemeinen, sondern über ein konkretes vorher vorgestelltes Projekt abgestimmt wird, so Bürgerlisten-Stadtrat Lukas Leitner. Am 24. September soll beschlossen werden, wann die Volksbefragung stattfinden wird. Bürgermeister Pfeffer spricht sich klar für den Novembertermin aus und hält absolut nichts von der Zusammenlegung der Volksbefragung mit der Gemeinderatswahl im Jänner, die von der Bürgerliste MIT vorgeschlagen und gefordert wurde. "Ich will dieses sensible Thema nicht mit dem Wahlkampf in Verbindung bringen", so der Bürgermeister. Auch VP-Klubsprecherin Elisabeth Nadlinger spricht sich gegen den vorgeschlagenen Jänner-Termin, dafür aber klar für Windkraft aus.
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