31.08.2014, 19:51 Uhr

Hans Jörg Schelling: Ein St. Pöltner in der Bundesregierung

(Foto: www.hauptverband.at)
ST. PÖLTEN (jg). „Schelling kennt als ehemaliger Stadtrat in St. Pölten die Arbeit an der Basis der Volkspartei. Gleichzeitig bringt er die fachlichen Kenntnisse und Fertigkeiten für diesen Posten mit", kommentiert St. Pöltens VP-Vizebürgermeister und Stadtparteiobmann Matthias Adl den Beschluss der ÖVP im Bundesparteivorstand, laut dem Hans Jörg Schelling zum neuen Finanzminister wird. "Da Schelling in der ÖVP als 'Querdenker' gilt, besteht eine begründete Hoffnung, dass mit ihm als Finanzminister die nötige und nicht mehr aufschiebbare Steuerreform – Stichwort Lohnsteuersenkung – und damit ein Investitionsschub vor Ort am Wirtschaftsstandort Österreich gemeinsam auf den Weg gebracht wird", hält St. Pöltens Bürgermeister Matthias Stadler dahingehend fest.

Karriere führte nach St. Pölten

Hans Jörg Schelling wurde 1953 in Vorarlberg geboren, studierte BWL in Linz und begann im Jahr 1981 seine berufliche Karriere als Assistent der Geschäftsleitung in der Leiner/Kika Unternehmensgruppe. "Seine steile berufliche Karriere in der Möbelbranche führte ihn in unsere Landeshauptstadt und machte ihn auch zum 'Wahl-St. Pöltner' bis heute", so Stadler über den heute 60-Jährigen, den er als "profunden Betriebswirt kennen und auch schätzen gelernt" habe. Ab 1992 war Schelling bei XXXLutz, erst als Geschäftsführer, später als Aufsichtsrat, tätig. Mit 12 Prozent wurde er an dem Unternehmen beteiligt. Nachdem Schelling die Möbelkette zur größten Österreichs geführt hatte, stieg er aus und verkaufte seine Anteile.

Im St. Pöltner Gemeinderat tätig

Seine politische Karriere begann im Jahr 2001, als er für die ÖVP Mitglied des St. Pöltner Gemeinderates wurde. In den Jahren 2007 und 2008 saß er für die ÖVP im Nationalrat, bei der darauffolgenden Wahl verfehlte er jedoch ein Direktmandat im Wahlkreis Niederösterreich Mitte. Seit 2004 ist der zweifache Familienvater Vizepräsident der Wirtschaftksammer Österreich, 2008 war er Obmann der Allgemeinen Unfallversicherung (AUVA) und seit 2009 ist er Vorsitzender im Hauptverband der Sozialversicherungen.

Winzer mit Blick in die Zukunft

2009 pachtete Schelling das Stiftsweingut Herzogenburg und erfüllte sich damit nach eigenen Angaben einen "lang gehegten Traum". "Bei all den Veränderungen im Stiftsweingut Herzogenburg waren wir stets bemüht, die Tradition mit dem Zeitgeist zu verbinden", steht auf der Website des Guts zu lesen. „Tradition neu erlebt“ sei dahingehend der Leitspruch, der das Handeln des Winzers präge: "Denn nur wer seine Wurzeln kennt, kann seine Zukunft gestalten", so die Botschaft des Weinguts, die zweifelsohne auch von einem Politiker stammen könnte.
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