09.09.2014, 18:30 Uhr

"Zugpferd" für die NEOS

"Baustelle Kommunalpolitik": NEOS-Regionalkoordinator Grabensteiner und Kesetovic wollen ab März 2015 "etwas bewegen".

Die Bürgerbewegung will sich in mindestens zehn Gemeinden zur Wahl stellen. Mit dabei: Samir Kesetovic.

WILHELMSBURG (jg). "Wir haben zweieinhalb Monate Zeit, dann sollten die Wahllisten stehen", sagt Wolfgang Grabensteiner aus Böheimkirchen. Der NEOS-Regionalkoordinator ist momentan unterwegs, um für die Gemeinderatswahl 2015 geeignete Kandidaten für die "liberale Bürger_innenbewegung" zu finden. In 100 Gemeinden wollen sich die NEOS landesweit zur Wahl stellen. "Mindestens zehn Gemeinden", gibt Grabensteiner das Ziel für den Bezirk St. Pölten vor.

Kesetovic als Geburtshelfer

In Wilhelmsburg ist für die Wahl am 25. Jänner bereits ein Kandidat gefunden, der für viele eine Überraschung sein dürfte: Samir Kesetovic. Erst kürzlich kündigte der Kammerrat wie berichtet an, mit einer neuen Liste in Wilhelmsburg anzutreten. Dass es sich dabei um die NEOS handelt, hielt er bis vor Kurzem geheim.
"Samir ist Goldes wert", hält Grabensteiner angesichts der nun endgültigen Entscheidung fest. "Weil mit ihm ganz klar ist: NEOS ist nicht die Partei der Reichen, sondern eine Bewegung der Leute, die sich echt für Politik interessieren, und nicht dafür, welchen Posten sie als nächsten bekommen". In dieser Hinsicht wollen die NEOS auf kommunaler Ebene gegen eingefahrene Gewohnheiten auftreten, für transparente Politik sorgen. Und gerade Samir sei "Geburtshelfer einer transparenten Politik", wie Grabensteiner angesichts Kesetovics politischer Vergangenheit bei den Grünen festhält.

Spitzenkandidat nicht fix

Genau diese aber könnte potenzielle Wähler abschrecken – Stichwort "Wendehals". Der neue Pinke weist dahingehende Kritik zurück: "Ich bin meinen Inhalten und politischen Werten treu geblieben", sagt Kesetovic. "Ich habe mich nicht geändert, die Grünen selbst haben sich geändert." Grabensteiner, der selbst aus dem Liberalen Forum kommt und Erwin Pröll im Personenkomitee unterstützte: "Wir wollen Menschen, die Österreich neu denken. Und die kommen auch aus den verschiedensten Lagern". Ob Kesetovic als Spitzenkandidat antreten wird, stehe indes noch nicht fest. Weitere mögliche Kandidaten wollte Grabensteiner aber noch nicht namentlich nennen.
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