Ärger über gesperrte Abbiegespur auf der Hadikgasse

Hietzings Bezirksvorsteherin Silke Kobald beim Lokalaugenschein in der Hadikgasse: „Wir gehen davon aus, dass allen Beteiligten klar ist, dass die fehlende Spur nicht von Dauer sein kann."
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  • Foto: BV 13
  • hochgeladen von Christine Bazalka

HIETZING/PENZING. "Wir haben viele Anrufe von Bürgern bekommen, die mehr als eine halbe Stunde im Stau stehen", erklärt man im Büro der Bezirksvorstehung Hietzing den Ärger über die gesperrte Abbiegespur auf der Hadikgasse kurz vor der Kennedybrücke. Sie liegt zwar im 14. Bezirk, stellt aber eine der wichtigsten Einfahrten in den 13. dar.

Die Abbiegespur wurde für den Autoverkehr verkürzt, um den Verkehr des Zusatzbusses U4Z zu gewährleisten, der entlang der gesperrten U4 verläuft. Autofahrern bleibt als Ergebnis weniger Platz, um sich zum Linksabbiegen einzuordnen. Der ÖAMTC rechnet mit einer höheren Staubelastung im und um den Bereich des Wientals. "Dort sind bereits jetzt täglich rund 50.000 Fahrzeuge unterwegs", sagt ÖAMTC-Verkehrsexperte David Nosé. „Eine weitere Verschärfung der Verkehrssituation auf der überlasteten Hadikgasse kann nicht hingenommen werden", sagt auch Hietzings Bezirksvorsteherin Silke Kobald (ÖVP). Sie fordert, dass nach Beginn der Sperre am 30. April noch einmal evaluiert wird, ob der Zusatzbus tatsächlich die ganze Länge der für die Autos gesperrten Fläche benötigt.

Nachbesserung noch möglich

Von Seiten der Wiener Linien erklärt man sich dazu bereit: Man werde sich die Situation anschauen und gegebenenfalls nachbessern. Außerdem betont man, dass im Vorfeld Verkehrsanalysen durchgeführt worden und alle Maßnahmen mit der Stadt abgesprochen seien. Das bestätigt auch der Baustellenkoordinator der Stadt, Peter Lenz: "Wir haben das OK gegeben. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Spur wieder aufgelassen wird während der Sperre. Vielleicht werden wir bei den Ampelschaltungen nachbessern." Er erinnert daran, dass dort auch der Gleiskörper der Linie 58 verläuft, die während der U4-Sperre öfter fährt.

Für die Hietzinger Bezirksvorsteherin und den ÖAMTC ist wichtig, dass die Verkürzung der Spur nach Sanierung der U4 im September jedenfalls aufgehoben wird. Das sei so geplant, sagt Peter Lenz, "aber ich kann nichts ausschließen, ich habe ja keine Kristallkugel."

Hintergrund:

Blog:Anleitung zum Bürger-Ärger
Bericht: Zehn Fragen rund um die U4-Sperre

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