Tiergarten Schönbrunn
Eisbären-Baby zeigt sich erstmals öffentlich (mit Video)

Eisbär-Mutter Nora mit ihrem noch namenlosen Sprößling.
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  • Eisbär-Mutter Nora mit ihrem noch namenlosen Sprößling.
  • hochgeladen von Ernst Georg Berger

Bei strahlendem Sonnenschein wagte sich das kleine Eisbären-Baby, das vor vier Monaten im Tiergarten Schönbrunn das Licht der Welt erblickte vor die Augen der Öffentlichkeit.

HIETZING. "Gott, ist der süß" war die einhellige Meinung der dutzenden Pressevertreter, die das Glück hatten heute im Tiergarten Schönbrunn dabei zu sein, als der knapp vier Monate junge Eisbär erstmals seine Wurfhöhle verließ.

Drei Monate lang wurde es von seiner Mutter natürlich und völlig ungestört in ihrer Wurfhöhle großgezogen. Das Team des Tiergartens beobachtete die Aufzucht ausschließlich über eine Kamera. Regelmäßig wurden Videos veröffentlicht, um die Eisbärenfans daran teilhaben zu lassen.

Bei der Geburt sind Eisbären nur so groß wie Meerschweinchen, etwa ein halbes Kilogramm schwer, blind und taub. Mit drei Wochen war das Jungtier schon doppelt so groß. Im Alter von einem Monat hatten sich die Augen geöffnet, auch der Gehör- und Geruchssinn entwickelten sich. Mit rund zehn Wochen startete es seine ersten wackeligen Gehversuche. Mittlerweile wiegt das Kleine etwa 12 Kilogramm.

Noch ist nicht klar, ob es sich um einen Jungen oder ein Mädchen handelt. "Früher hat man das Baby der Mutter weggenommen und nachgesehen. Das bedeutet für die Tiere aber viel Stress und daher machen wir es hier bei uns nicht", erklärt Tierpfleger Ludwig Fessl und ergänzt " die einzige Möglichkeit das Geschlecht festzustellen ist - wir müssen es beim Wasser lassen, also pinkeln beobachten. Daraus lassen sich dann Rückschlüsse ziehen."

Ist es ein Mädchen?

Der Redakteur der bz wagt aufgrund seiner Beobachtungen die Vermutung, dass es sich um ein Weibchen handelt. Zumindest spricht dieses Foto eine deutliche Sprache, wenn man der oben erwähnten Theorie folgt.

Die Aufzucht des Eisbären-Babies wird weitgehend der Mutter überlassen. "Wir lassen der Natur ihren Lauf. Die Eisbären-Mutter weiß schließlich am Besten, was gut für ihr Kleines ist", so der neue Tiergarten-Direktor Stephan Hering-Hagenbeck.

Hilfe bekommt die Neo-Mutter von Tierpfleger Ludwig Fessl. "Ich sorge dafür, dass die Mutter immer genug zu essen hat und auch etwas Abwechslung." Das Kleine ernährt sich noch von der Milch der Mutter.

„Der Startschuss für die Namenssuche erfolgt, sobald wir das Geschlecht wissen. Es gibt ja nur zwei Möglichkeiten“, so Hering-Hagenbeck schmunzelnd.

Doppelte Premiere

„Die Zucht von Eisbären stellt nach wie vor keine Selbstverständlichkeit dar. Eine Nachzucht bei dieser bedrohten Tierart ist besonders erfreulich. In der Arktis schmilzt den Eisbären der Lebensraum unter den Pfoten weg“, so Hering-Hagenbeck. Der bärige Nachwuchs in Schönbrunn ist gleich in zweifacher Hinsicht eine Premiere. „Es ist der erste Nachwuchs für die sechs Jahre alte Nora, die 2017 aus dem Zoo Tallin gekommen ist, und der erste Nachwuchs in der 2014 eröffneten Eisbärenwelt.“ Der letzte Eisbären-Nachwuchs in Schönbrunn, die Zwillinge Arktos und Nanuq, war im Jahr 2007.

Morgen, Freitag 14. Februar, ist das Kleine erstmals für die Öffentlichkeit zu sehen und freut sich schon auf viele Besucher.  Zwei Jahre lang wird der Eisbären-Nachwuchs jetzt in Schönbrunn bleiben bevor im Rahmen des internationalen Aufzuchtprogramms ein passender Partner oder vielleicht doch eine Partnerin in einem anderen Tiergarten gesucht wird.

Autor:

Ernst Georg Berger aus Hernals

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