Im März: Erste Rosa-Luxemburg Konferenz in Wien

Am 2 und 3. März dreht sich in der VHS Hietzing alles um Rosa Luxemburg und den Kampf gegen die kapitalistische Herrschaft.
  • Am 2 und 3. März dreht sich in der VHS Hietzing alles um Rosa Luxemburg und den Kampf gegen die kapitalistische Herrschaft.
  • Foto: Rosa Luxemburg Konferenz
  • hochgeladen von Elisabeth Schwenter

HIETZING. "Eure Ordnung ist auf Sand gebaut", so hat Rosa Luxemburg, eine der einflussreichsten Frauen der europäischen Geschichte, ihre Kritik an den herrschenden Strukturen formuliert. Sie gilt als Symbolfigur der Arbeiterbewegung, der Freiheit und Gleichheit. "Es ist klar, dass die Welt, in der wir leben, verändert gehört", so Michael Wögerer, Initiator der ersten Rosa-Luxemburg-Konferenz in Wien, zu den Beweggründen jener Organisationen, die am 2. und 3. März in der VHS Hietzing an Rosa Luxemburg und ihren Kampf erinnern werden. Eine bessere, gerechtere Welt und die Überwindung des Kapitalismus, darum soll es gehen. Veranstaltet wird die Konferenz von der Online-Plattform "Unsere Zeitung" und der VHS Hietzing.

Antworten auf die Soziale Frage

"In den vergangenen Jahren hat sich zwischen den Generationen etwas verändert. Die Sicherheit, dass es die eigenen Kinder einmal besser haben werden als man selbst, fehlt", sagt Wögerer. "Zu sagen, was ist, bleibt die revolutionärste Tat", hat Rosa Luxemburg einmal gesagt. "Es braucht eine Gesellschaft, die gerechter wird", so Wögerer. Die Soziale Frage müsse beantwortet werden, aber nicht auf dem Rücken von ethnischen Fragen. "Denn ob der Arbeitslose der Hans oder der Mustafa ist, das ist egal. Beide kämpfen mit denselben Problemen und Ängsten."

Arbeitslosigkeit, prekäre Lebensbedingungen und Zukunftsängste betreffen jeden. Und linke Initiativen, so Wögerer, hätten die Pflicht, Alternativen zu neoliberalen Systemen zu entwickeln. "Ganz egal", fügt er hinzu, "wer gerade in der Regierung sitzt." Es gehe nicht nur um den Kampf gegen Schwarz-Blau, es gehe darum, positive Zukunftspläne zu schmieden und die Gesellschaft zu verändern.

Arbeit, Antifaschismus und Argumente - das Programm

Mehr als 50 Initiativen und Organisationen, rund 30 Workshops, Buchpräsentationen, Vorträge, Ausstellungen, Kinderprogramm und Konzerte: Das alles und vieles mehr wird die Konferenz bieten. Am Freitagabend wird die große Diskussions- und Aktionsrunde mit der Ausstellung "Talking About A Revolution" und einer Theatervorführung eröffnet. Der Samstag steht dann ganz im Zeichen der Initiativen, Workshops und Reflexion. In den Beiträgen geht es um Frauen auf der Flucht, um die FPÖ und linken Widerstand, um Lehrlinge und prekäre Arbeitsverhältnisse, linke Medien, Antifaschismus, linke Kommunalpolitik und vieles mehr.

Geleitet werden die Kurse von der GPA-Jugend, der KPÖ Steiermark, der Sektion ohne Namen, dem Promedia Verlag, dem Rosa-Luxemburg-Institut und vielen anderen bekannten Namen aus der linken politischen Szene. Die einzelnen Programmpunkte werden jeweils eineinhalb Stunden dauern und finden in den Seminarräumen der VHS statt. Außerdem gibt es am Samstag eine ganztägige Kinderbetreuung, damit auch Eltern an den Workshops und Seminaren teilnehmen können. Das gesamte Programm findet man auf www.rosaluxemburgkonferenz.at

Erwartungen übertroffen

Wögerer selbst hat im vergangenen Jahr an der Rosa-Luxemburg Konferenz in Berlin teilgenommen. Die "große Schwester" ist seit 20 Jahren ein politischer Fixpunkt in Deutschland. Mehr als 2000 Menschen diskutieren und informieren sich jährlich bei dem Event. So etwas brauche Österreich auch, war sich Wögerer sicher, und begann die Konferenz in Wien zu organisieren. Mittlerweile müsse er Anfragen von Organisationen sogar schon ablehnen, so der Initiator, denn das Interesse sei enorm. Am 2. und 3. März werden jedenfalls alle Räume der VHS bespielt werden und in den Gängen Infotische stehen. Selbst der Vorplatz der VHS wird genützt, um Infos und Anregungen unter die Besucher zu bringen. Für Besucher ist der Eintritt zur Konferenz an beiden Tagen frei - Anmeldungen sind nicht erforderlich.

Solifest und letzte Planungen

Zwei Wochen vor der Konferenz, am Freitag den 16. Februar, wird ab 18 Uhr ein letztes Planungstreffen und Soli-Fest im "Roten Bogen" (Lerchenfelder Gürtel/Gürtelbogen 36, 1080) stattfinden. Gemeinsam mit den unterstützenden Organisationen werden noch ein paar Details geklärt und danach wird gefeiert. Beim Soli-Fest stellen sich Musiker und DJs in den Dienst der guten Sache.

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