Kampfzone Roter Berg

Natascha Chlada mit ihrer Hündin Jessy, die am Roten Berg mit einem Modellhubschrauber zusammen krachte.
  • Natascha Chlada mit ihrer Hündin Jessy, die am Roten Berg mit einem Modellhubschrauber zusammen krachte.
  • Foto: Klinger
  • hochgeladen von Sebastian Baryli

Hundezone, Wasserspielplatz, Erholungsgebiet: die Nutzung der Freizeitoase sorgt für Zündstoff.

Hundebesitzer gegen aufgebrachte Eltern, Modellflieger gegen Tierliebhaber: Der Rote Berg entwickelt sich zur Hietzinger Kampfarena. Der jüngste Vorfall: Natascha Chlada wollte mit Hündin Jessy in der 8.150 Quadratmeter großen Auslaufzone am Roten Berg Gassi gehen. Gleichzeitig drehte auf der Lagerwiese ein Modellbau-Liebhaber mit seinem Hubschrauber seine Runden – eine Kollison beendete den Flug.

In einer dreistündigen Notoperation wurde dem Vierbeiner ein Zahn mit Wurzel ausgerrissen, das linke Augen konnte gerettet werden. Auf den Arztkosten blieb Natascha Chlada trotz Anzeige bei der Polizei bisher sitzen.

Besorgte Eltern
Der Rote Berg wurde schon in der Bezirksvertretung heiß debattiert. „Zwar ist eine eigene Hunde-Auslaufzone eingerichtet worden, die Vierbeiner bevölkern aber den kompletten Berg von der Trazerberggasse bis zum Heinz-Nittel-Weg – ohne Beißkorb und Leine“, kritisiert Roswitha Eisner, SP-Bezirksrätin. „Um die Situation zu entschärfen, sollte die Hundezone verlegt werden!“ Das würde nur das Problem verlagern, nicht lösen, so Bezirksvorsteher Heinz Gerstbach (ÖVP).

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